Liberty Walk LB-Works Ferrari 348TS, Baujahr 1990, in Rot und mit verbreiterten Kotflügeln vor einer Industriehalle.
Der modifizierte Ferrari 348TS mit LB-Works-Breitbau von Liberty Walk, tiefgelegt und in Rosso Corsa lackiert, präsentiert sich vor einem Hangartor. (Foto: Hersteller)

Liberty Walk LB-Works Ferrari 348TS (1990)

Der Liberty Walk LB-Works Ferrari 348TS aus dem Jahr 1990 verbindet klassische italienische Sportwagenbaukunst mit japanischer Individualisierungsphilosophie und erzeugt eine eigenständige Aura, die Liebhaber sofort fesselt. Als targa-basierte Variante der 348-Baureihe zeigt dieses Fahrzeug die puristische Mittelmotor-Architektur von Ferrari, ergänzt durch eine umfassende Umbauarbeit, die sowohl optisch als auch technisch spürbar ist. Die Karosserie erstrahlt in Ferrari Rosso Corsa nach einer Komplettlackierung im Jahr 2023, das Interieur wurde mit erweitertem Alcantara veredelt. Die Kombination aus historischem Kern und modernen Modifikationen macht das Auto zu einem besonderen Beispiel für den Umgang mit Kulturgut und Performance zugleich; dabei vermittelt jeder Blick auf die verbreiterten Kotflügel und die markante Heckpartie den Eindruck handwerklicher Sorgfalt und respektvoller Veredelung. Ein modernes Luftfahrwerk sorgt für variable Straßenlage, während geschmiedete Dreiteiler-Räder und eine groß dimensionierte Brembo-Bremsanlage die Verbindung zur Straße herstellen.

Design und Umbau

Niedriger, rot lackierter Liberty Walk Ferrari 348TS mit breiten Kotflügeln vor einer verwitterten Industriehalle.
Der Liberty Walk LB-Works Ferrari 348TS in Rosso Corsa mit Widebody-Kit vor einer rostigen Industriehallenwand. (Foto: Hersteller)

Die LB-Works-Breitbauweise, die Liberty Walk als „Works Fenders“ bezeichnet, spielt dabei die Hauptrolle: Front- und Heckschürze, Diffusoren vorn und hinten, Seitendiffusoren, ein markanter Heckflügel und weit ausladende Kotflügel formen eine neue Silhouette, die den klassischen Proportionen der 348TS Respekt zollt und zugleich eine moderne Supercar-Ästhetik hinzufügt. Das Kit umfasst explizit Frontstoßfänger, Frontdiffusor, Seitendiffusor, Heckstoßfänger, Heckdiffusor, Heckflügel und die breiten Kotflügel. Diese Komponenten sind nicht nur optische Modifikationen, sie verändern das visuelle Gewicht des Autos und betonen die mittelmotorige Haltung. Die Verbreiterung ist typisch für Liberty Walk, doch hier geht sie in eine feine Balance mit originalen Linien. Eine Vollrestauration der Lackierung 2023 und die handwerkliche Umsetzung sind unverkennbar. Der visuelle Eindruck wird durch 3SDM geschmiedete Dreiteiler-Räder und Nankang AR1 Reifen komplettiert. Eine maßgefertigte Abgasanlage inklusive Krümmern von Alpha Performance Fabrication ergänzt das Paket.

Liberty Walk Ferrari 348TS in Rot mit Breitbau-Kit vor verwitterter Industriehallenwand, Heckansicht.
Heckansicht des individuell umgebauten Liberty Walk Ferrari 348TS, Aufnahme vor einer rostigen Industriehalle. (Foto: Hersteller)

Technik und Antrieb

Große Brembo-Bremsanlage hinter geschmiedetem 3SDM-Rad am Ferrari 348TS Liberty Walk Umbau
Detailansicht der großen Brembo-Bremsanlage am individuell umgebauten Ferrari 348TS von Liberty Walk (Foto: Hersteller)

Angantrieben wird der 348TS in seiner Serie von einem 3,4-Liter-V8, der 220,7 kW (300 PS) bei 7.200 1/min leistet und 323 Nm Drehmoment bereitstellt; die serienmäßige Fünfgang-Schaltbox treibt die Hinterräder an. Bei diesem Modell wurde eine Individual-Drosselklappen-(ITB)-Anlage von DanST nachgerüstet, ergänzt durch eine maßgefertigte Abgasanlage inklusive Krümmern von Alpha Performance Fabrication. Ergänzend wurde eine große Brembo-Bremsanlage vorne und hinten installiert; für die Fahrwerkskontrolle sorgt eine AirREX-Luftfederung mit Air Lift Performance Management. Als Beispiel für den Lebensweg dieses Wagens ist der Kilometerstand von 71.300 km zu nennen. Die Karosserie hat ein ungefähres Leergewicht von etwa 1.440 kg; die Beschleunigung 0–100 km/h liegt bei 5,6 s, die Spitzengeschwindigkeit bei rund 275 km/h. Weitere Maße:

Nachrüst-ITB-Anlage mit Einzel-Drosselklappen im 3,4-Liter-V8 Motorraum eines Ferrari 348TS Liberty Walk
Detailansicht der nachgerüsteten Einzel-Drosselklappenanlage im Liberty Walk LB-Works Ferrari 348TS von 1990. (Foto: Hersteller)

Abmessungen und Historie

Nahaufnahme eines Momo-Sportlenkrads mit gelbem Ferrari-Logo im Liberty Walk LB-Works Ferrari 348TS.
Das Momo-Lenkrad mit Ferrari-Emblem unterstreicht die sportliche Individualisierung des umgebauten Ferrari 348TS. (Foto: Hersteller)

Die Abmessungen des 348TS sind kompakt und sportlich: Länge 4.229 mm, Breite 1.895 mm, Höhe 1.171 mm bei einem Radstand von 2.451 mm. Die Produktion der 348-Baureihe lief von 1989 bis 1993; der 348 wurde 1989 als Nachfolger des Ferrari 328 eingeführt und war die letzte mittelmotorige V8-Generation, die noch unter der Aufsicht von Enzo Ferrari entwickelt wurde. Der Zusatz „TS“ kennzeichnet die Targa-Variante mit herausnehmbarem Dachmodul, wodurch das Auto ein offenes Fahrgefühl mit der strukturellen Präsenz eines Coupés verbindet. Die Typenbezeichnung verweist direkt auf den Hubraum und die Zylinderanzahl: 348 steht für 3,4 Liter und acht Zylinder. Das hier beschriebene Fahrzeug wurde 1990 gebaut, ist linkslenker und ursprünglich in Deutschland zugelassen; seit 1998 ist es in Großbritannien eingetragen und aktuell in den Niederlanden ausgestellt. Die Prüfbescheinigung (MOT) war gültig bis zum 29.03.2025.

Besonderheiten der Modifikationen

Zu den technisch spannendsten Eingriffen zählen die Individual-Drosselklappen-Umrüstung (ITB) durch DanST und die maßgeschneiderte Abgasanlage inklusive Krümmer von Alpha Performance Fabrication. Zusammen mit der großen Brembo-Bremsanlage und dem AirREX-Luftfahrwerk mit Air Lift Performance Management entsteht ein Paket, das optische Dramatik und technische Substanz verknüpft. Die ITB-Umrüstung ist dabei ein besonders faszinierendes Detail: Sie steht symbolisch für die Verbindung von klassischer Mechanik und moderner Veredelung, ein Stück handwerklicher Präzision, das sich in der Mechanik des Motors niederschlägt. Räder in Dreiteiler-Geschmiedetechnik von 3SDM und Nankang AR1 Bereifung runden das Gesamtbild ab; sie übersetzen die visuelle Wucht der Karosserie in Fahreffektoren. Mit einer Laufleistung von 71.300 km zeigt dieses Exemplar einen Pfad zwischen Nutzung und Pflege. Die Kombination aus Originalität und Liberty Walk-Interpretation ist hier exemplarisch erlebbar.

Erlebnis und Bewegung

Liberty Walk LB-Works Ferrari 348TS in Rosso Corsa, mit verbreiterten Kotflügeln und markantem Heckflügel, vor einer Glashalle geparkt
Komplett umgebauter Ferrari 348TS von Liberty Walk mit Breitbau-Kit und tiefergelegtem Fahrwerk (Foto: Hersteller)

Die Idee hinter dem Umbau wird auf der visuellen Ebene klar: Liberty Walk beschreibt das Ergebnis als eine Verwandlung eines epischen Supersportwagens zu einer einzigartigen neuen Ebene, die die ursprüngliche Schönheit des Fahrzeugs ehrt und zugleich die japanischen Wurzeln der Marke mit zeitgenössischer Supercar-Ästhetik verbindet. In der Praxis bedeutet das: kräftige Proportionen durch die Works Fenders, ein volles Karosseriekleid mit gezielt gesetzten Linien, und eine Präsenz, die auf der Straße nicht ignoriert werden kann. AirREX-Luftfederung und das Air Lift Performance Management erlauben eine Anpassung der Straßenlage, während die groß dimensionierten Brembo-Bremsen das Sicherheitsgefühl bei hoher Beanspruchung stärken. Die Räder in Dreiteiler-Ausführung geben einen mechanischen Kontrapunkt zur weichen Alcantara-Oberfläche des Innenraums. Die Lackierung in Rosso Corsa aus 2023 wirkt frisch und verbindet Originalfarbe und moderne Präsentation.

Konstruktion und Proportionen

Der 348TS blieb seiner Zeit insofern treu, als er einen fünfgängigen Schaltkasten und Hinterradantrieb bewahrte, eine Konstellation, die die fahrdynamische Direktheit betont. Das Leergewicht von rund 1.440 kg und der Radstand von 2.451 mm tragen zu einer kompakten, agilen Grundcharakteristik bei, die durch die Umbauten neu interpretiert wurde. Gewicht und Abmessungen stehen in direktem Bezug zu der Art, wie das Fahrzeug sich auf der Straße anfühlt. Die Kombination aus klassischen Fahrwerten und moderner Technik ist ein zentrales Motiv dieser Umgestaltung: ein historischer Motor mit 220,7 kW, gekoppelt an eine mechanische Schaltbox, behält seinen Platz, während Bremsen, Fahrwerk und Räder das Leistungsversprechen modifizieren. Die 0–100 km/h Zeit von 5,6 Sekunden und die Spitzengeschwindigkeit von circa 275 km/h verweisen auf die sportive Herkunft. Die Proportionen bleiben puristisch und markant.

Standort, Zustand und Preis

Der Wagen ist linkslenker, wurde 1990 gebaut und trägt eine UK-Zulassung seit 1998; ursprünglich war er in Deutschland registriert. Aktuell steht er in den Niederlanden, im europäischen Flagship-Showroom von Liberty Walk, und dokumentiert damit eine internationale Reise von Herkunft zu Präsentation. Der Kilometerstand von 71.300 km illustriert das Zusammenspiel von Nutzung und Instandsetzung; die komplette Lackierung in Rosso Corsa erfolgte 2023. Technisch verbindet der Wagen historische Substanz mit gezielten Eingriffen wie ITB, maßgefertigter Abgasanlage, AirREX-Luftfederung und Brembo-Bremsen. Für Liebhaber bleibt die Kombination aus klassischem Ferrari-V8 (3,4 l, 220,7 kW, 323 Nm), manueller Schaltung und moderner Veredelung Anlass zur Bewunderung. Preisangabe: £110.000,00 GBP (entspricht €126.500, Steuern inklusive).

Bilder: Hersteller