Mit dem Hyundai Boulder Concept zeigt die Marke in New York eine Designstudie, die vor allem für Freunde robuster Fahrzeuge spannend ist. Das Fahrzeug versteht sich als Ausblick auf Hyundais erste vollständig geschlossene Leiterrahmen-Architektur und zugleich als Vorbote eines mittelgroßen Serien-Pick-ups, der bis 2030 in den USA auf den Markt kommen soll. Genau darin liegt die eigentliche Relevanz: Hier geht es nicht nur um eine spektakuläre Studie, sondern um die Richtung, in die Hyundai ein ganz neues Nutz- und Offroad-Kapitel lenkt.

Optisch setzt das Konzept auf eine aufrechte, kraftvolle Silhouette mit viel Präsenz. Die Formensprache namens „Art of Steel“ stellt Robustheit, klare Linien und skulpturale Flächen in den Mittelpunkt. Dazu passen die hohe Karosserie, die große Bodenfreiheit und die mächtigen Offroad-Reifen im Format von rund 94 Zentimetern. Für alle, die Fahrzeuge nicht nur als Transportmittel sehen, sondern als Werkzeug für Reisen, Gelände und schwere Aufgaben, ist genau diese Haltung entscheidend.
Ein Konzeptfahrzeug mit klarer Aufgabe
Interessant ist, dass der Boulder trotz SUV-Auftritt inhaltlich bereits stark in Richtung Arbeits- und Abenteuerfahrzeug denkt. Der Leiterrahmen soll hohe Belastbarkeit, Langlebigkeit und funktionale Flexibilität ermöglichen. Hyundai richtet das Konzept ausdrücklich an Kunden, die Zugkraft, Transportnutzen und Geländetauglichkeit erwarten. Die Studie selbst ist allerdings nicht für den Verkauf vorgesehen.
Praktische Details statt bloßer Show

Besonders reizvoll wirkt die Heckpartie. Die doppelt angeschlagene Heckklappe lässt sich je nach Ladesituation von beiden Seiten öffnen. Dazu kommt eine elektrisch versenkbare Heckscheibe, die Platz für lange Gegenstände schafft und zugleich die Belüftung verbessert. Gerade bei Outdoor-Einsätzen oder beim Transport sperriger Ausrüstung ist das mehr als nur ein netter Einfall. Es ist das Detail, das den Boulder Concept greifbar macht und seinen Nutzwert glaubwürdig unterstreicht.
Auch das übrige Exterieur folgt diesem Gedanken: Dachträger mit Stahlgitter, vollwertiges Reserverad am Heck, reflektierende Türgriffe und Abschlepphaken sowie eine als „leere Leinwand“ gedachte Karosserie für Zubehör und Individualisierung. Hinzu kommen gute Werte bei Böschungs-, Abfahrts- und Überrollwinkeln sowie eine hohe Watttiefe für anspruchsvolle Passagen abseits befestigter Wege.
Innenraum für Gelände, Arbeit und Alltag

Im Innenraum setzt Hyundai auf robuste Materialien und auf klassisch bedienbare Schalter, Drehregler und Tasten. Das ist gerade im Gelände ein klarer Vorteil, weil Funktionen sicher und direkt erreichbar bleiben. Klappbare Ablagen erweitern den Nutzwert zusätzlich, etwa für eine Pause unterwegs oder kleine Arbeitsaufgaben im Fahrzeug.
Die wichtigsten Maße im Überblick
Mit 4,91 Metern Länge, 2,17 Metern Breite, 2,07 Metern Höhe und 2,96 Metern Radstand steht der Boulder Concept satt auf der Straße und verspricht viel Raum für Technik, Aufbau und Ausrüstung. Gleichzeitig zeigt die Studie, wie ernst Hyundai das Thema Leiterrahmen für den US-Markt nimmt. Für die künftigen Serienfahrzeuge gilt: in Amerika entworfen, für Amerika entwickelt, in Amerika gebaut und aus von Hyundai produziertem US-Stahl gefertigt; perspektivisch soll daraus eine ganze Familie robuster Fahrzeuge entstehen.
Preis: Da der Hyundai Boulder Concept eine reine Designstudie ist und nicht verkauft wird, gibt es keinen Preis. Verbrauchs- und Emissionswerte wurden ebenfalls nicht genannt.
Bilder: Hersteller



