Citroën Ami Buggy Outdoor-Freizeitvariante mit offenem Dach und goldenen Felgen seitlich am Meer.
Der neue Citroën Ami Buggy mit geöffnetem Dach und Abenteurer-Optik am Wasser. (Foto: Hersteller)

Citroën Ami Buggy: Neuer Spaßfaktor für die Stadt

Citroën öffnet die Bestellbücher für den überarbeiteten Ami und erweitert die Baureihe um eine neue Freizeitvariante: den Ami Buggy. Der kleine Elektro-Quadricycle bleibt ein bewusst einfaches Fahrzeug, aber das Konzept wird nun gezielt in Richtung Outdoor und Freizeit ausgedehnt. Der Ami Buggy tritt als „baroudeur“ auf, mit der Anmutung eines Outdoor-Abenteurers, offen zur Außenwelt und mit betont spielerischem Fahrerlebnis. Er ergänzt die bereits bekannte Ami-Familie, die auf dem Pariser Autosalon 2024 in überarbeiteter Form vorgestellt wurde, und übernimmt deren neue Front mit reiferem, robusterem Auftritt.

Die Basis bleibt unverändert: ein elektrisches Leichtfahrzeug mit einfacher Technik, geschlossener Karosserie beim Grundmodell und Platz für zwei Personen. In den vergangenen fünf Jahren hat dieses Konzept über 75.000 Kundinnen und Kunden überzeugt und den Ami zu einem der prägenden Fahrzeuge der elektrischen Mikromobilität in Europa gemacht. Der neue Ami tritt weiterhin mit sehr wettbewerbsfähigem Preisgefüge an und positioniert sich als sanfte, erschwingliche Alternative zu Roller oder Zweirad, gleichzeitig besser wettergeschützt und komfortabler.

Technik, die zum Alltagstempo passt

Unter dem knappen Blech steckt ein überschaubares, aber für den Einsatzzweck stimmiges Technikpaket. Der neue Ami nutzt eine 5,4‑kWh‑Batterie, die eine elektrische Reichweite von bis zu 75 km ermöglicht. Geladen wird in rund vier Stunden an einer haushaltsüblichen 220‑V‑Steckdose – ein klarer Hinweis darauf, dass der Ami für kurze Alltagsstrecken, Pendelwege und Stadtfahrten konzipiert ist, nicht für die Langstrecke.

Die Höchstgeschwindigkeit ist als Quadricycle auf 45 km/h limitiert. Im dichten Stadtverkehr oder auf kurzen Verbindungsstrecken reicht das, um im Fluss zu bleiben, und begrenzt gleichzeitig das Tempo auf ein Maß, das auch für Einsteiger handhabbar ist. Citroën positioniert den Ami ausdrücklich als Lösung, die in manchen Ländern bereits ab 14 Jahren genutzt werden darf – mit oder ohne klassischen Führerschein, je nach nationaler Regelung. Die Spanne der angepeilten Nutzer reicht offiziell von 14 bis 99 Jahren.

Mit 2,41 m Außenlänge und einem Wendekreis von 7,20 m spielt der Ami seine Stärken in engen Gassen und vollen Parkhäusern aus. Die geschlossene Karosserie des Grundmodells schützt vor Witterung, gleichzeitig bleibt das Fahrzeug durch seine kompakte Grundfläche sehr leicht zu handhaben.

Neues Gesicht, bekannte Proportionen

Optisch hat Citroën den Ami für die neue Generation deutlich geschärft, ohne die Abmessungen anzutasten. Front- und Heckschürze wurden neu gestaltet und verleihen dem Winzling mehr Präsenz. Auffällig sind die hoch angesetzten Scheinwerfer direkt am unteren Rand der Frontscheibe, eingefasst in schwarze Dekorelemente. Verbunden werden sie durch ein kapselartiges Grillelement, das den neuen Citroën‑Doppelwinkel im Farbton „Rouge André“ trägt – eingeprägt wie ein breites Lächeln.

Die Front verliert die runden Formen des Vorgängers zugunsten klarerer Kanten und vertikalerer Flächen. In den Ecken sitzen nun kantige, würfelförmige Stoßschutzelemente, die an Bauklötze erinnern und als Schutz an allen vier Fahrzeugkanten fungieren. Das Heck spiegelt die Frontgestaltung, denn Symmetrie ist ein zentrales Konstruktionsprinzip des Ami: Türen, Stoßfänger, Kotflügel und Säulen stammen aus identischen Formen, was die Produktionskosten senkt und zur Eigenwilligkeit des Designs beiträgt.

Seitlich tragen die vorderen rechten und hinteren linken Kotflügel geprägte Rillen – eine subtile Verbeugung vor der klassischen 2CV und deren Idee eines möglichst einfachen, für viele Menschen zugänglichen Fahrzeugs. Für die aktuelle Ami‑Generation wurde Ende 2024 zudem der Farbton „Night Sepia“ eingeführt, der dem Fahrzeug einen eigenständigen Grundlook gibt.

Personalisierung mit Farbpaketen und Infotainment

Die Baureihe bleibt nicht bei einer einzigen Anmutung stehen. Drei Farbpakete erlauben es, dem Ami einen eigenen Charakter zu geben: Spicy (rot), Icy (weiß) und Minty (grün). Jedes dieser Pakete bringt farbige Radzierblenden, Aufkleber für die Einstiegsbereiche und die hinteren Seitenscheiben mit Schachbrettmotiv mit. Damit lässt sich der kleine Stromer optisch in Richtung sportlich, frisch oder verspielt verschieben.

Im Innenraum umfassen die Pakete drei farbige Ablageboxen, einen farbigen Taschenhaken auf der Fahrerseite, zwei farbige Fußmatten, zwei Türnetze und ein Netz in der Mittelzone. Ergänzt wird das Angebot durch ein Infotainment-Paket mit Smartphone-Halter, My Connect Box für Fahrzeugdaten sowie Zugriff auf die My‑Ami‑Play‑App. Darüber laufen Navigation, Radio, Musikdienste und Telefonfunktionen, gesteuert über einen speziellen Citroën‑Schalter am Lenkrad.

Diese Kombination aus einfacher Grundarchitektur und pfiffigen Individualisierungsmöglichkeiten ist für ein Fahrzeug dieser Klasse ein zentrales Merkmal: Die Technik bleibt bewusst reduziert, der Spielraum für eigene Akzente ist hingegen ungewöhnlich groß.

Ami Buggy: Offene Freizeitmaschine mit Stoffdach

Die spannendste Erweiterung der Modellfamilie ist der neue Ami Buggy. Er setzt das bekannte Techniklayout in eine deutlich freizeitbetontere Formensprache um. Türen entfallen komplett; an ihrer Stelle stehen schwarze Metallbügel, die das Gefühl verstärken, im Freien zu sitzen und dauerhaft mit der Umgebung in Kontakt zu sein. Ein festes Dach gibt es ebenfalls nicht. Stattdessen spannt sich ein Stoffverdeck über den Innenraum, das sich aufrollen lässt und so den Weg zur fast komplett offenen Fahrmaschine frei macht.

Für schlechtes Wetter liefert Citroën passende Reißverschluss‑Türplanen als Zubehör. Sie lassen sich bei Bedarf einhängen, schließen den Innenraum weitgehend ab und können im Alltag wieder zusammengerollt und verstaut werden. Damit wird der Ami Buggy von der reinen Schönwetter-Laune zu einem Fahrzeug, das sich flexibler im Jahresverlauf einsetzen lässt.

Optisch legt die Freizeitvariante mit einem schwarzen Heckspoiler und goldfarben lackierten 14‑Zoll‑Stahlfelgen nach. Die Radzentren tragen einen schwarzen Einsatz mit gelb akzentuiertem Citroën‑Logo. Die Gestaltung des Buggy zielt klar auf Kundinnen und Kunden, die ein ausgesprochen verspieltes, charakterstarkes Fahrzeug für Freizeitfahrten suchen – sei es am Strand, am See oder einfach in der Stadt.

Palmeira-Edition, Cargo-Kit und „Ami for All“

Noch spezieller wird es mit dem Ami Buggy „Palmeira“. Diese Sonderedition setzt innen wie außen auf ein kräftiges Gelbthema. Gelbe Akzente prägen Karosserie und Innenraum, dazu kommen gelb abgesetzte Ablageboxen, ein Taschenhaken, Fußmatten, Türnetze, das Mittelnnetz sowie die Smartphone-Halterung und die My‑Connect‑Box mit My‑Ami‑Play‑Funktion. Außen unterstreichen gelbe Dekoraufkleber an hinteren Seitenscheiben und Radläufen den eigenständigen Auftritt. Als Detail liegt dieser Ausgabe eine „Andy“ genannte Roboterfigur bei, die auf dem Armaturenbrett Platz findet.

Parallel zielt das Ami‑Programm mit dem Cargo‑Kit auf gewerbliche Nutzer. Das Nachrüstset verwandelt die Beifahrerseite in einen Laderaum, ohne den zweiten Sitz endgültig aufzugeben. Ein vertikales Trennelement separiert Fahrer‑ und Laderaum, während ein klappbares, mehrteiliges Podest vom Beifahrersitz bis in den Fußraum reicht und eine ebene Ladefläche bildet. Bis zu 200 l Volumen stehen unter einem Sicherheitsnetz zur Verfügung, insgesamt fasst die Lösung bis zu 340 l. Wird der volle Sitzplatzbedarf wieder benötigt, lässt sich das System zusammenfalten und hinter dem Sitz verstauen.

Mit „Ami for All“ reagiert Citroën auf die Bedürfnisse von Fahrern mit eingeschränkter Mobilität. In Zusammenarbeit mit dem Umrüstspezialisten PIMAS entstand eine Variante, deren Fahrertür einen vergrößerten Öffnungswinkel erhält. Eine klappbare Ablage mit Gurt im Türrahmen erleichtert den Transfer vom Rollstuhl auf den Fahrersitz. Die abgenommenen Rollstuhlräder werden im Fußraum verzurrt, der gefaltete Rollstuhl auf dem Beifahrersitz mit eigenem Gurt gesichert. Optional lässt sich ein Dachgepäckträger montieren, um bei Begleitpersonen zusätzlichen Stauraum zu gewinnen. Am Fahrerplatz stehen ein Lenkradknauf sowie ein mechanischer Handhebel für Gas und Bremse zur Verfügung, während die serienmäßigen Pedale voll funktionsfähig bleiben.

Marktposition, Bestellstart und Preise des Citroën Ami Buggy

Der Ami hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der prägenden Elektro‑Quadricycles Europas entwickelt. In 18 Ländern verkauft und mit mehr als 75.000 ausgelieferten Exemplaren gilt er als einer der Vorreiter der elektrischen Mikromobilität. Vertrieben wird er überwiegend online, mit vereinfachtem Kaufprozess und der Wahl zwischen Barkauf und sehr günstigen Mietmodellen. Im Alltag ersetzt er vielerorts Roller oder Zweirad und bietet dabei eine abgeschlossene Kabine, zwei Sitze und ein deutlich höheres Komfort‑ und Sicherheitsniveau.

Für die neue Generation öffnen die Bestellbücher in Europa, einschließlich Frankreich, am 6. Mai 2025. Die ersten Buggy‑Auslieferungen sind für August 2025 vorgesehen. Auf dem französischen Markt startet das geschlossene Basismodell bei 7.990 Euro. Mit Außenfarbpaket liegt der Ami bei 8.390 Euro. Der Ami Buggy beginnt bei 9.590 Euro, die Sonderedition Ami Buggy Palmeira bei 9.990 Euro – jeweils bezogen auf den französischen Markt und die geschlossene Version, die als Referenz für die Preisangaben dient.

Bilder: Hersteller