Der Aston Martin DBR9/5 aus dem Jahr 2006 verkörpert klassische GT1-Renntechnik. Er basiert auf dem Serienmodell DB9, wurde jedoch radikal angepasst, mit einer Leichtbau-Karosserie aus Kohlefaser und einem verklebten Aluminium-Monocoque. Der frei saugende V12-Motor mit sechs Litern Hubraum leistet je nach Abstimmung 600 bis 630 PS und ein Drehmoment von etwa 735 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt über ein sequenzielles Sechsganggetriebe von Xtrac an die Hinterräder. Bei einem Gewicht von rund 1.100 kg sorgt diese Kombination für beeindruckende Leistung. Der Tank fasst 135 Liter, was für Langstreckenrennen geeignet ist, ergänzt durch Traktionskontrolle und ABS in Rennkonfiguration.
Technik und Konstruktion

Dieses Chassis, Nummer fünf, wurde 2006 direkt an einen US-Eigentümer verkauft und ist das einzige Werksfahrzeug der Serie, das neu nach Nordamerika ging. Es trug zu Siegen und Podestplätzen in internationalen Wettbewerben bei. Das Modell debütierte 2005 mit einem Klassensieg in Sebring und gewann die Le Mans Series in der GT1-Klasse. Insgesamt erzielte der DBR9 von 2005 bis 2011 in 199 Starts 28 Siege und 48 Podestplätze.
Rennhistorie und Erbe

Nach der Werkszeit war das Chassis in Nordamerika aktiv, unter anderem in der American Le Mans Series 2008 mit Bell Motorsports und Fahrern wie Terry Borcheller und Chapman Ducote. Es holte Podestplätze, darunter Rang zwei in Road America, dritte Plätze in Mosport und Detroit sowie einen dritten Platz in der Klasse in Sebring, unterstützt von Prodrive und Team Modena mit Antonio Garcia. Die Lackierung wechselte von British Racing Green zu Silber mit blauen und roten Streifen. Nach 2008 wurde es eingelagert, bevor es ab 2021 für historische Rennen vorbereitet wurde.
Vom Werkseinsatz zur Historie

In historischen Rennen zeigte es weiter Stärke: Beim Le-Mans-Legends-Event 2021 gewann es Race 2 in seiner Klasse, pilotiert von Dario Franchitti, mit dem siebten Gesamtplatz. In der Peter-Auto-Endurance-Racing-Legends-Saison 2023 dominierte es die GT1B-Klasse mit Siegen in Mugello und Podien in Spa und Paul Ricard. 2022 wechselte es den Besitzer und trat 2023 in Peter-Auto-Rennen und beim Le-Mans-Classic an.
Erfolge in der Historienrennen

Der V12 erreicht seine Spitzenleistung bei etwa 6.500 U/min und das maximale Drehmoment bei 5.500 U/min. Mit dem geringen Gewicht ergibt sich eine hohe Leistungsdichte. Das Xtrac-Getriebe ermöglicht schnelle Schaltvorgänge, und die Räder (18 Zoll vorn, 19 Zoll hinten) unterstützen Traktion und Agilität. Die Konstruktion verbindet Serientechnik mit Rennoptimierungen, was die zeitlose Eleganz unterstreicht.
Technik: Performance und Leichtbau

Das Aluminium-Monocoque aus dem DB9 bietet eine steife, leichte Basis, modifiziert für den Rennsport. Von insgesamt 17 bis 18 gebauten Einheiten waren etwa zehn Werksautos. Diese Struktur ist reparaturfreundlich und verbindet Authentizität mit Praktikabilität. Elektronische Systeme wie Traktionskontrolle und ABS helfen bei der Leistungssteuerung.
Seltenheit und Ingenieurskunst

Der DBR9/5 atmet Rennbiografie. 2007 war es Ausstellungsstück beim Cavallino Classic in Florida. Nach Einlagerung ab 2008 wurde es ab 2021 reaktiviert und dient als Zeitzeuge der GT1-Ära. Das Fahrgefühl mit dem V12-Sound und dem Fahrwerk bleibt emotional. (
Fahrgefühl und kulturelle Bedeutung
Die lückenlose Geschichte verbindet Werkseinsätze mit historischen Erfolgen. Es ist eine Ikone, die auf Strecke und Ausstellungen beeindruckt, mit geringer Laufleistung und der Chance, GT1-Technik zu erleben – als Fahrerlebnis und Stück Automobilgeschichte.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges



