Ein Auto wie ein Versprechen: Die Auburn Speedster 6,7 V8 von 1979 fasziniert durch ihre Kombination aus klassischer Formensprache und kraftvoller Mechanik. In reinem Weiß gekleidet, wirkt dieses Cabriolet wie eine Reminiszenz an eine Epoche, in der Automobile noch als mobile Skulpturen gedacht wurden. Der ausladende Radstand, das offene Verdeck und die elegante Linienführung rufen Bilder vergangener Tage wach, während der 6,7‑Liter‑V8 unter der Haube modernen Klang und souveräne Leistung verspricht. Die Karosserie trägt die Aura von Luxus und zeitloser Eleganz; der Innenraum bietet eine geräumige und komfortable Umgebung, die lange Fahrten zum entspannten Erlebnis macht. Für Liebhaber gilt: Es sind gerade die Kombinationen aus Stil und Technik, die das Herz höher schlagen lassen.
Ein Kapitel Automobilgeschichte

Die Marke Auburn wurde bereits im Jahr 1900 gegründet und schrieb vor allem in den 1920er und 1930er Jahren Automobilgeschichte. Damals erwarb sich Auburn einen Ruf für innovative Designs und sportliche Modelle, die technische Neuheiten mit ästhetischem Anspruch verbanden. Die klassische Speedster‑Familie, produziert ursprünglich von 1928 bis 1936, gilt als Paradebeispiel dieser Philosophie: offene Zweisitzer mit dem berühmten „boattail“-Heck und aufgeladenen Reihenachtzylindermotoren. Modelle wie der 851 Speedster von 1935, gestaltet von Gordon Buehrig, zeugen von dieser experimentellen und eleganten Gestaltungsfreude. Produktionszahlen blieben stets gering; über alle Generationen hinweg entstanden nur rund 900 Exemplare, wodurch erhaltene Fahrzeuge heute als seltene Kostbarkeiten gelten.
Die Faszination des Motors

Das Herzstück dieser Auburn ist der 6,7‑Liter‑V8 — eine Maschine, die im Zusammenspiel mit der eleganten Hülle für die eigentliche Faszination sorgt. Während die historischen Speedster oft mit supergeladenen Reihenachtzylindern brillierten, zeigt dieses Exemplar, wie die Marke auch später noch den Fokus auf kraftvolle Antriebe legte. Der V8 liefert beeindruckende Durchzugswerte und verleiht dem Cabriolet eine souveräne Präsenz auf der Straße. Diese mechanische Wucht verbindet sich mit sanfter Laufkultur und macht Fahrten zu einem sinnlichen Erlebnis: Das Summen und Brummen des Achtzylinders, das spontane Ansprechverhalten des Automatikgetriebes und die harmonische Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung sind typische Gründe, warum klassische Coupés und Cabriolets solcher Bauart begeistern.
Design zwischen Nostalgie und Moderne

Äußere Ästhetik und Innenraumarchitektur dieses Auburn Speedster vereinen klassische Stilelemente mit zeitgemäßer Verarbeitung. Die elegante Linienführung erinnert an die Boattail‑Silhouetten vergangener Jahrzehnte, während die komfortable, großzügig bemessene Kabine modernen Ansprüchen gerecht wird. Die Kombination aus weißer Lackierung und chrombetonten Details unterstreicht den repräsentativen Charakter; gleichzeitig verspricht das Fahrzeug eine Alltagstauglichkeit, die sich aus der Ausstattung und dem Automatikgetriebe ableiten lässt. Für Sammler und Connaisseure ist es eben dieser Spannungsbogen zwischen Retro‑Charme und gebrauchstauglicher Technik, der die Auburn Speedster zu einer besonderen Erscheinung macht.
Erhaltungszustand und technische Eckdaten




Dieses Auburn‑Exemplar ist als fahrbereit beschrieben und weist eine ungewöhnlich geringe Laufleistung von lediglich 550 Meilen auf dem Tacho auf — ein eindrucksvoller Wert, der die Exklusivität des Fahrzeugs unterstreicht. Das Cabriolet ist linksgelenkt, hat eine Automatik sowie einen Benzinmotor; die Fahrzeugpapiere liegen mit deutscher Zulassung vor, das Chassis trägt die Nummer NCS 89851. Das Baujahr und die Erstzulassung datieren auf den 1. Juli 1979, ein Detail, das zugleich Herkunft und Altersklasse des Fahrzeugs klar benennt. All dies macht die Speedster zu einem automobilen Dokument, das Technikgeschichte und Sammlerleidenschaft verbindet.
Ein Fahrzeug, das Geschichten erzählt
Jedes Detail dieses Auburn könnte eine eigene Erzählung eröffnen: die patinierte Chromleiste, die Form der Kotflügel, der Klang beim Beschleunigen. Die Speedster‑Modelle der Vorkriegszeit erzählten schon Geschichten von Küstenstraßen und exklusiven Ausfahrten; auch dieses spätere Exemplar trägt jene Tradition weiter, indem es Stil und Souveränität kombiniert. Der geringe Kilometerstand lässt vermuten, dass es sorgsam gepflegt wurde und vielleicht eher als Schmuckstück denn als Alltagsverkehrsteil genutzt wurde. Solche Fahrzeuge stehen für eine Möglichkeit, Mobilität nicht nur als Fortbewegung, sondern als Erlebnis zu begreifen — als Verbindung von Handwerk, Design und dem puren Gefühl, hinter dem Lenkrad zu sitzen.
Warum dieses Auburn besonders ist
Die Stärke dieses Fahrzeugs liegt nicht allein in seinem historischen Namen, sondern in der Synthese aus Herkunft und Gegenwart: ein legendärer Modellname, ein kräftiger 6,7‑Liter‑V8 und die visuelle Präsentation als Cabriolet schaffen eine emotionale Dichte, die bei historischen Fahrzeugen selten so unmittelbar spürbar ist. Die Tatsache, dass die technischen Daten auf ein fahrbereites Fahrzeug mit deutscher Zulassung verweisen, macht die Speedster sowohl für Sammler als auch für Enthusiasten interessant, die klassische Mobilität aktiv erleben möchten. Der tiefere Reiz liegt darin, dass ein solches Auto nicht nur Ausstellungsobjekt ist, sondern zur Fahrt einlädt — eine Einladung, die schwer zu widerstehen ist.
Ein Traum zum Ende: die Preisvorstellung
Als Lot Nummer 253 – 23 einer Auktion tritt diese Auburn Speedster in Erscheinung und lässt viele automobile Träume lebendig werden. Angesichts ihres Zustands, der Technik und der historischen Anmutung liegt die geschätzte Preisspanne bei etwa 79.000 bis 89.000 Euro. Für Kenner ist dies ein Aufruf, nicht nur auf das Objekt zu blicken, sondern sich vorzustellen, wie es wäre, mit offenem Verdeck an einer Küstenstraße entlangzufahren — eine Vorstellung, in der Vergangenheit und Gegenwart auf wunderbare Weise verschmelzen.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges



