Zwei Škoda Superb 2025, Limousine und Combi, stehen nebeneinander bei Sonnenuntergang auf einem Hügel mit Blick auf bewaldete Täler.
Die neue Generation des Škoda Superb als Limousine und Combi vor beeindruckender Naturkulisse (Foto: Hersteller)

Neuer Škoda Superb: Flaggschiff mit Technik-Feinsinn

Frontansicht eines silbernen Škoda Superb 2024 vor einem historischen Gebäude, stehend auf einer Straße bei Tageslicht.
Der neue Škoda Superb 2024 präsentiert sich als moderner Langstrecken-Gleiter mit geschärftem Design und innovativer Technik. (Foto: Hersteller)

Wer den Namen Superb hört, denkt an lange Autobahnetappen, üppige Platzverhältnisse und eine gewisse Understatement-Eleganz. Genau hier setzt die neue Generation an – und macht deutlich, dass ein Verbrenner-Flaggschiff im Jahr 2025 weder altmodisch noch eindimensional sein muss. Stattdessen kombiniert der neue Superb eine geschärfte Optik mit feiner Aerodynamik, hochmoderner Konnektivität und einem breiteren Antriebsportfolio, das vom Mild-Hybrid bis zum Plug-in-Hybrid mit solider elektrischer Reichweite reicht.

Optisch fällt zuerst das neue Frontdesign auf: Der Kühlergrill ist nun achteckig gerahmt und in einem dunklen Chromton gehalten, der dem großen Tschechen mehr Präsenz verleiht, ohne ins Aggressive zu kippen. Dazu kommen LED-Matrix-Scheinwerfer der zweiten Generation mit 36 Segmenten und ungewöhnlichen, türkis schimmernden „Crystallinium“-Elementen. Am Heck unterstreichen schlankere LED-Leuchten mit optionalen, animierten „Coming/Leaving Home“-Signaturen den hochwertigen Auftritt – bei L&K und Sportline serienmäßig; ein Detail, das gerade in der Dämmerung eine fast schon inszenierte Ankunft oder Abfahrt ermöglicht.

Mehr Raum, mehr Komfort – die Kunst des feinen Reisens

Frontansicht des neuen Škoda Superb Combi 2025 mit achteckigem Kühlergrill und LED-Matrix-Scheinwerfern.
Der neue Škoda Superb Combi 2025 vor moderner Architektur, hervorgehoben durch das markante achteckige Kühlergrill-Design. (Foto: Hersteller)

Der Superb war immer ein Raumschiff auf Rädern, die neue Generation treibt diese Disziplin jedoch weiter. Die Schrägheck-Version wächst auf knapp 4,91 Meter, der Combi auf etwa 4,90 Meter. In der Breite wird der Wagen etwas schlanker, in der Höhe dagegen etwas größer. Entscheidend sind die Innenmaße: Vorn steht nun bis zu 1,05 Meter Kopffreiheit zur Verfügung, im Fond knapp ein Meter. Das sind Zahlen, die selbst so manchen Oberklasse-Konkurrenten in Verlegenheit bringen und zeigen, wie konsequent hier auf Reisekomfort ausgelegt wurde.

Der Kofferraum legt ebenfalls zu: Die Limousine bietet nun 645 Liter Stauraum, der Combi 690 Liter. Damit wird der Superb mehr denn je zum Auto für Vielfahrer, Familien, Dienstwagenfahrer und alle, die gern mit großem Gepäck unterwegs sind – vom langen Urlaubstrip bis zum vollgepackten Arbeitsalltag. Der Innenraum selbst präsentiert sich aufgeräumter als zuvor, mit einer freistehenden 13-Zoll-Display-Landschaft und einer entschlackten Mittelkonsole; der Wählhebel ist an die Lenksäule gewandert. Das schafft Platz, wirkt modern und unterstreicht den Charakter als komfortorientierten Gleiter.

Fokus-Schlagwort: Škoda Superb Plug-in-Hybrid

Ein silberner Škoda Superb 2025 fährt auf einer Landstraße durch eine grüne Landschaft, fotografiert von hinten.
Der neue Škoda Superb 2025 überzeugt mit modernem Design und hoher Effizienz. (Foto: Hersteller)

Das Antriebsprogramm des Superb ist vielfältig: Insgesamt sechs Varianten stehen bereit, mit Leistungen zwischen rund 150 und 265 PS. Zwei Benziner, zwei Diesel, ein Mild-Hybrid – und als technischer Höhepunkt ein neuer Plug-in-Hybrid, der zunächst im Combi startet. Gerade dieser Superb iV Combi verbindet automobilen Wandel und klassische Langstreckenkompetenz auf besondere Weise.

Der Plug-in-Hybrid zielt nicht nur auf kurze Pendelstrecken: Mit einer rein elektrischen WLTP-Reichweite von bis zu 120 Kilometern eröffnet er einen Spielraum, den selbst viele reine Elektrofahrzeuge im Alltag nur knapp übertreffen. Wer das Auto überwiegend in der Stadt oder auf der Landstraße bewegt, kann große Teile seiner Fahrten lokal emissionsfrei absolvieren – ohne auf die Flexibilität eines klassischen Verbrenners zu verzichten. Diese Kombination macht den Superb iV gerade für Fuhrparks und Dienstwagenfahrer interessant, zumal in einigen Kernmärkten über die Hälfte aller Superb-Verkäufe an Flottenkunden gehen.

Gleichzeitig bleiben die starken Verbrenner im Programm: Das Top-Benzinaggregat mit rund 265 PS und der kräftige Diesel mit knapp 193 PS bringen jeweils serienmäßig Allradantrieb mit. So spannt der Superb den Bogen vom effizienten Alltagsgleiter bis zum souveränen Autobahn-Dienstwagen, der auch bei hoher Beladung und widrigen Witterungsbedingungen sicher auf Kurs bleibt.

ChatGPT im Auto: Wenn die Limousine zum Gesprächspartner wird

Modernes Interieur des Škoda Superb 2025 mit großem Touchscreen, digitalem Cockpit und hochwertiger Ausstattung.
Innenraum des aktuellen Škoda Superb mit freistehendem 13-Zoll-Display und modernen Bedienelementen. (Foto: Hersteller)

Die wohl faszinierendste Neuerung liegt jedoch nicht im Blech, sondern in der Software: Der Superb integriert einen digitalen Sprachassistenten, der dank ChatGPT-Technologie weit mehr kann als nur Navi-Ziele einzustellen oder die Temperatur zu regeln. Hier wird ein Ausblick darauf gegeben, wie sich Autofahren in den nächsten Jahren anfühlen könnte.

Der Assistent hört auf den Namen Laura und ist tief in das Infotainment-System eingebunden. Doch anders als bisherige Sprachsysteme, die schnell an enge Wissensgrenzen stoßen, kann Laura nun auch allgemeine Wissensfragen beantworten. Wichtig: Sie greift dabei nicht auf persönliche oder fahrzeugspezifische Daten zu – im Mittelpunkt steht allein der Informationsgehalt. So lassen sich während der Fahrt Hintergründe zu Reisezielen erläutern, historische Fakten abfragen oder sogar komplexere Sachverhalte erklären. Das Auto wird so ein bisschen zum rollenden Informations- und Gesprächspartner.

Die Faszination daran ist nicht nur technischer Natur. Es verändert die Art, wie im Auto Zeit wahrgenommen wird. Lange Strecken, auf denen früher vielleicht nur Musik lief, können zu entspannten, interaktiven Wissensreisen werden – ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen. Genau hier verknüpft der Superb klassische Reisetugenden mit einer neuen Form digitaler Begleitung, die über reine Unterhaltung hinausgeht.

Clevere Details: Von Smart Dials bis Ergo-Sitzen

Der Innenraum des neuen Škoda Superb Laurin & Klement mit braunen Ledersitzen und modernem Armaturenbrett.
Hochwertige Laurin & Klement Sitze und aufgeräumtes Cockpit im Škoda Superb. (Foto: Hersteller)

Technikbegeisterte werden auch an anderen Stellen fündig. Mit den sogenannten Škoda Smart Dials erhält der Superb physische Drehregler, deren Funktion sich variabel belegen lässt – etwa für Temperatur, Sitzheizung oder andere Komfortfunktionen. Es bleibt also haptische Bedienbarkeit, aber mit digitaler Flexibilität. In einer Zeit, in der viele Hersteller sämtliche Knöpfe abschaffen, ist diese Mischform aus analoger und digitaler Welt ein wohltuender Ansatz.

Auch das Thema Komfort wird konsequent weitergedacht. Die optionalen Ergo-Sitze lassen sich nicht nur beheizen und belüften, sondern verfügen über eine 10-Kammer-Pneumatikmassage. Kombiniert mit einer ruhigen Straßenlage und optionaler Fahrwerksregelung (DCC Plus), nähert sich das Reisegefühl dem eines rollenden Loungesessels an. Hinzu kommt eine induktive Handy-Ladeschale mit 15 Watt und Kühlung, damit das Smartphone beim Schnellladen nicht überhitzt – ein kleines, aber im Alltag äußerst praktisches Detail.

Für die Klangkulisse sorgt auf Wunsch ein Canton-Soundsystem mit zahlreichen Lautsprechern inklusive Zentral- und Subwoofer. Wer häufig lange Strecken fährt, weiß, wie sehr ein gutes Audiosystem dazu beiträgt, dass die Zeit im Auto nicht nur ertragen, sondern genossen wird.

L&K und Sportline: Zwei Charaktere, ein Modell

Die Bandbreite des Superb spiegelt sich in den Ausstattungslinien wider. Ganz oben rangiert traditionell die Laurin & Klement-Variante, benannt nach den Gründervätern der Marke. Außen setzen dunkle Chromdetails, spezielle 18-Zoll-Felgen und dezente Embleme Akzente, innen dominieren hochwertige, nachhaltig gegerbte Lederbezüge mit geprägten L&K-Logos in den Kopfstützen, edle Zierleisten und umfangreiche Ambientebeleuchtung. Die Ergo-Sitze mit Massagefunktion gehören hier ebenso zum Serienumfang wie ein elektrisch öffnender Kofferraum mit „virtuellem Pedal“.

Wer es sportlicher mag, findet im Sportline-Modell den passenden Gegenpol. Schwarze Akzente an Grill, Fenstereinfassungen und Spiegelkappen, sportive Felgendesigns und ein leicht tiefer gelegtes Fahrwerk verleihen dem großen Kombi oder der Limousine optisch wie fahrdynamisch eine andere Note. Im Innenraum treffen Sportsitze mit integrierten Kopfstützen auf dunklen Dachhimmel, Edelstahlpedale und spezifische Anzeigen im digitalen Cockpit. Optional lässt sich das Ganze mit einem besonders straffen Sportfahrwerk (DCC Sport) kombinieren – für all jene, die trotz üppiger Maße nicht auf flinke Landstraßenfahrten verzichten wollen.

Aerodynamik, Historie und die Faszination des dezenten Flaggschiffs

Ein weiteres Kapitel der Faszination Superb schreibt die Aerodynamik. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von rund 0,23 für die Limousine und etwa 0,25 für den Combi zählt der Neue zu den strömungsgünstigsten Fahrzeugen seiner Klasse – und ist die aerodynamischste Limousine und Kombi seiner Marke überhaupt. Das bedeutet weniger Verbrauch, weniger Windgeräusche und eine fast schon mühelose Art, hohe Reisegeschwindigkeiten zu halten.

Dabei knüpft der aktuelle Superb an eine lange Tradition an: Bereits 1934 trug ein Oberklassemodell diesen Namen – mit neuem Zentralrohr-/Rückgratrahmen und Reihen-Sechszylinder. 2001 wurde die Bezeichnung wiederbelebt, seither hat sich der Superb vom Geheimtipp zum festen Bestandteil europäischer Straßen entwickelt. Über 1,6 Millionen Exemplare wurden seitdem ausgeliefert, besonders beliebt sind die Combi-Versionen in Märkten wie Deutschland, aber auch in Tschechien und Großbritannien.

Diese Mischung aus Understatement, Platz, technischer Sorgfalt und nun auch innovativer digitaler Begleitung macht den neuen Superb zu einem spannenden Statement: Die klassische Reiselimousine ist alles andere als Vergangenheit. Sie verwandelt sich zu einem hochmodernen, vernetzten Mobilitätswerkzeug – und bleibt doch das, was Enthusiasten an ihr schätzen: ein Auto, mit dem Straßenkilometer nicht einfach abgearbeitet, sondern bewusst erlebt werden.

Bilder: Hersteller