International Harvester Scout II Traveler, Baujahr 1978, dunkelgrün, ohne Hardtop, mit Überrollbügel und Offroad-Reifen, Studioaufnahme
Restaurierter 1978 International Harvester Scout II Traveler mit abgenommenem Hardtop und modernisierter Ausstattung (Fotos: Anbieter, siehe unten)

1978 International Harvester Scout II Traveler

Ein robustes Erbe aus einer Zeit, in der Geländewagen noch als unverwüstliche Nutzfahrzeuge konzipiert wurden, zeigt der 1978 International Harvester Scout II Traveler seine Charakterstärke. Seine dunkle grüne Lackierung und das weiße, abnehmbare Traveltop-Hardtop verleihen dem Wagen sowohl klassische Präsenz als auch die Freiheit, das Dach für offene Fahrten zu entfernen. Der Traveler war eine Variante mit verlängertem Radstand von ≈300 cm, was zusätzlichen Laderaum schuf und ihn zum praktischen Begleiter für Familien und Abenteurer gleichermaßen machte. Das robuste Fahrgestell mit Leiterrahmen, die starren Vorder‑ und Hinterachsen sowie das Zweibereichs-Allradgetriebe prägten das Fahrgefühl jener Generation. In dieser Ausführung zeugen die 15-Zoll-Stahlräder in Weiß und die 33×10.50 BFGoodrich All-Terrain-Bereifung von einer klaren Offroad-Absicht. Der gezeigte Scout trägt eine individuelle Innenausstattung aus Saddle- und grauem Vinyl mit Microsuede, kombiniert mit GMC-Vordersitzen und einer Rückbank, die Komfort und Funktionalität verbindet.

Ein Innenraum zwischen Nostalgie und Zweck

Dunkelgrüner International Harvester Scout II Traveler von 1978 ohne Hardtop mit Offroad-Reifen und Überrollbügel
Restaurierter 1978er Scout II Traveler mit abgenommenem Hardtop, robustem Leiterrahmen und individuellen Sitzen (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Eine in Microsuede eingewickelte Lenkrad- und Armaturenbrettpolsterung, ein Tubular-Überrollbügel hinter den Vordersitzen und graue Teppiche mit International-Harvester-Logo-Matten runden den Innenraum ab. Modern ergänzt wurde das Infotainment durch ein BOSS-Touchscreen-System mit Apple CarPlay, Bluetooth und Rückfahrkamera — ein sinnvolles Update, das Alltagstauglichkeit und Kultcharakter verbindet. Mechanisch fällt vor allem die 5,3-Liter-Vortec-V8-Unit ins Auge; sie stammt aus dem General-Motors-Regal und wurde in 2025 eingebaut. Der Motorlauf zählt derzeit nur rund 370 Kilometer seit dem Einbau, ein Hinweis auf eine frische Installation. Gekoppelt ist der V8 an ein GM-4L60E-Automatikgetriebe; die Kraftübertragung in Verbindung mit einer Dana-20-Zweibereichs-Verzahnung unterstreicht die Offroad- und Zugfähigkeiten des Fahrzeugs.

Technik, die Sinn macht

Motorraum des 1978 International Harvester Scout II Traveler mit modernisiertem V8-Motor
Detailansicht des modernen V8-Motors im Scout II Traveler mit Aluminiumkühler und neuer Ansauganlage (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Zu den zeitgemäßen Verbesserungen zählen ein Aluminiumkühler mit elektrischem Lüfter, eine kundenspezifische Ansauganlage sowie eine Edelstahlauspuffanlage mit FlowFX-Schalldämpfer. Bremsen vorne mit Servounterstützung als Scheiben, hinten Trommeln — eine Kombination, die bei Restaurierungen oft gewählt wird, um moderne Verzögerung mit originaler Optik zu verbinden. Die Blattfedern besitzen sogenannte Reverse-Shackle‑Montagepunkte, eine Lösung, die das Fahrverhalten bei Beladung verbessert und die Achslast günstiger verteilt. Ein stabiler Überrollbügel hinter den Sitzen gibt zusätzliche Sicherheit, ohne den offenen, rustikalen Charakter zu zerstören. Das Armaturenbrett bietet eine klassische Instrumentierung mit einem bis 160 km/h angezeigten Tachometer, Öldruck-, Spannungs- und Kraftstoffanzeigen — schlicht, funktional, aussagekräftig.

Zwischen Originalität und gezielter Modifikation

1978 International Harvester Scout II Traveler in Dunkelgrün, offen ohne Dach, mit Überrollbügel, weißen Felgen und beigen Sitzen, seitlich-hinten fotografiert.
Der restaurierte Scout II Traveler präsentiert sich offen mit Überrollbügel und individueller Innenausstattung. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Kleine Details wie das mechanische Kurbel-Fenster, die schwarzen Außenteile und die einfache Antenne zeigen, dass hier ursprüngliche Optik und gezielte Modifikationen Hand in Hand gehen. Das Fahrzeug ist in Linkslenkung aufgebaut und trägt eine für Kalifornien angegebene Emissionsbefreiung, ein Umstand, der Besitzern älterer Modelle häufig entgegenkommt. Die Laufleistung des Fahrzeugs wird exemplarisch mit etwa 87.168 Kilometern angegeben — ein Wert, der die Balance zwischen originaler Substanz und sinnvollen Erneuerungen illustriert.

Praktische Robustheit

Offener International Harvester Scout II Traveler mit grünem Lack, ohne Hardtop, und sichtbarer moderner Innenausstattung.
Offene Heckansicht des restaurierten 1978 International Harvester Scout II Traveler mit moderner Innenausstattung und Überrollbügel. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Optisch stechen die schwarzen Zierelemente sowie die Swing-Away-Außenspiegel hervor, die dem Wagen eine zweckmäßige, fast militärische Anmutung geben. Praktische Details wie eine zusätzliche Heckklappe für das Fahren ohne Hardtop sind Erinnerungen an die Vielseitigkeit, die der Traveler seinen Besitzern bot. Die Kombination aus klassischer Formensprache, sinnvoller Technikauffrischung und robusten Offroad-Komponenten macht dieses Exemplar zu einem Paradebeispiel für gelungenen Erhalt.

Form trifft Funktion

Innenraum eines restaurierten International Harvester Scout II Traveler von 1978 mit zweifarbigen Vinyl- und Microsuede-Sitzen, grauem Teppich und modernisiertem Armaturenbrett.
Detailansicht: Cockpit und Sitze im modifizierten Scout II Traveler mit modernen und klassischen Elementen. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Der Innenraum verbindet Nostalgie mit Komfort: Microsuede, Vinyl und individuelle Sitzbezüge schaffen ein zurückhaltendes, aber hochwertiges Ambiente. Die Instrumente bleiben funktional und lesbar; ein Tacho, Öl- und Spannungsanzeige sowie die Tankanzeige machen die Bedienung übersichtlich. Pragmatische Elemente wie manuelle Kurbel-Fenster erinnern daran, dass dieser Scout mit einer klaren Zweckbestimmung entstanden ist — als Fahrzeug, das Lasten, Menschen und Wege zuverlässig aufnehmen konnte.

Ein fahrbares Zeugnis

Mikrosuede-bezogenes Lenkrad und klassisches Armaturenbrett eines International Harvester Scout II Traveler, Nahaufnahme
Detailaufnahme des mit Microsuede bezogenen Lenkrads und des klassischen Armaturenbretts im Scout II Traveler (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Die frische Installation, der geringe Kilometerstand des Motors und die übrigen Upgrades — Kühler, Lüfter, Auspuff — erzählen von einer sorgsamen Modernisierung, die das Fahrverhalten verbessert ohne die historische Ausstrahlung zu vernichten. So wird der Scout nicht zum musealen Ausstellungstück, sondern bleibt ein fahrbares Zeugnis einer gestandenen Geländewagenkultur — mit der Möglichkeit, täglich bewegt zu werden oder saisonal auf Reisen zu gehen. Der praktische Charakter zeigt sich auch in der Ausstattung: ein Schlüssel, eine Ersatz-Heckklappe und das bewusste Zusammenspiel aus einfachen, robusten Komponenten zuverlässig.

Ein Stück automobiler Geschichte

Innenansicht des Scout II Traveler mit grünem Metallarmaturenbrett, Microsuede-Lenkrad, klassischen Instrumenten und integriertem Boss-Touchscreen.
Armaturenbrett und Lenkrad des 1978 International Harvester Scout II Traveler mit Boss-Touchscreen und Microsuede-Elementen. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Die Historie des Modells selbst ist Teil der Faszination: Die Scout-Familie wurde über Jahrzehnte gebaut, die zweite Generation erschien 1971 und lief bis 1980 vom Band — ein Symbol einer Ära robuster, funktionaler Geländewagen. Dieses Exemplar trägt eine eindeutige Identität — die Kombination aus dunklem Grün, weißem Hardtop, schwarzen Zierelementen und dem verlängerten Radstand macht es unverwechselbar. Als Zeugnis einer handfesten, sinnorientierten Fahrzeugkultur erzählt dieses Fahrzeug von Nutzbarkeit, Reisetauglichkeit und einer Ästhetik, die nicht aus Designstudios, sondern aus funktionaler Erfahrung geboren ist.
In der Summe bleibt der 1978er Scout II Traveler ein Ausdruck praktischer Eleganz — ein Fahrzeug, das Vergangenheit und Gegenwart auf den Punkt bringt und jedem, der es bewegt, Geschichten schenkt. Das Zusammenspiel aus verlängertem Radstand, robustem Rahmen und moderner V8-Technik macht ihn zu einem Fahrzeug, das sowohl praktische Einsätze als auch lange Reisen ohne Verlegenheiten meistern kann. Wer die Ästhetik des Nützlichen schätzt, findet im Scout II Traveler ein zeitloses Kapitel automobilen Schaffens.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges