Seitenansicht eines weißen Dodge D100 Pickups von 1968 mit originaler Lackierung und altersbedingter Patina, geparkt in einer hellen Halle.
Originaler 1968 Dodge D100 Halbtonner mit sichtbarer Patina, aufgenommen in moderner Werkstatthalle. (Foto: Hersteller)

1968 Dodge D100: amerikanischer Pickup mit Patina

Die 1968 Dodge D100 wirkt wie ein kleines, rollendes Kapitel automobiler Geschichte: ein halbtonner aus der Ära, als US‑Pickups noch als robuste Arbeitsmaschinen mit Charakter konzipiert wurden. Dieses Exemplar trägt seine 56 Jahre sichtbar im Blech — die originale Lackoberfläche zeigt altersbedingten Verschleiß und eine natürliche Patina, die dem Wagen Persönlichkeit verleiht. Unter der Oberfläche verbirgt sich ein vollständiges, original erhaltenes Antriebs‑ und Karosserieensemble, das die Zeiten überdauert hat. Der Wagen ist in den Niederlanden zugelassen und verfügt über eine gültige technische Untersuchung; das macht ihn in puncto Dokumentation solide. Die Laufleistung von rund 156.010 km belegt, dass dieses Fahrzeug nicht nur ausgestellt wurde, sondern gelebt hat: echte Kilometer, echte Geschichten.

Design und Modellgeschichte

Frontansicht eines Dodge D100 Pickup-Trucks von 1968 mit sichtbarer Patina.
Der originale Dodge D100 aus Baujahr 1968 mit charakteristischer Patina und klassischer Frontansicht. (Foto: Hersteller)

Die D‑Serie debütierte Anfang der 1960er und formte das Bild des klassischen amerikanischen Pickups mit sauberer, kantiger „Sweptline“-Silhouette. Für 1968 erhielt die Baureihe ein dezentes Facelift: eine durchgehende Frontgrille mit zwei Reihen rechteckiger Öffnungen, eine motorhaube mit angedeuteten Sicken und horizontal orientierte Rückleuchten — Merkmale, die dieses Baujahr klar identifizieren. Die D100 stellt die halbtönnige Variante dar, die als vielseitiger Allrounder zwischen leichtem Gewerbeeinsatz und Freizeitnutzung etabliert war. In dieser Epoche rückten V8‑Motoren und Komfortoptionen stärker in den Fokus; damit entstand jene Mischung aus Nutzwert und leisem Glamour, die klassische amerikanische Pickups heute so begehrenswert macht.

Der Herzschlag: der original 5,2‑Liter V8

Originaler 1968 Dodge D100 Pickup mit Patina von vorn fotografiert
Frontansicht eines 1968 Dodge D100 Pickups mit sichtbarer Patina (Foto: Hersteller)

Eine der faszinierendsten Eigenschaften dieses Fahrzeugs ist der originale „matching‑numbers“ 318 cu in V8, also ein 5,2‑Liter‑Motor in ursprünglicher Ausführung mit Rochester‑Vergaser. Mit knapp 230 PS (etwa 170 kW) und rund 461 Nm Drehmoment ist dieser Achtzylinder kein Sprinter im Sinne moderner Sportwagen, wohl aber ein archetypischer V8: satte, gleichförmige Kraftentfaltung und ein tiefes, sonores Klangbild. Der Vergaser ist Teil des authentischen Charakters; seine Funktionsweise, das Ansaugverhalten, die Art, wie der Motor beim Lastwechsel reagiert — all das schafft eine sinnliche Verbindung zwischen Fahrer und Maschine, die bei zeitgenössischen Einspritzern oft fehlt. Das vorgeschaltete Viergang‑Schaltgetriebe fordert den Fahrer und belohnt ihn mit direktem, mechanischem Gefühl.

Erlebnis und Faszination auf der Straße

Weißer Dodge D100 Pickup aus dem Baujahr 1968 mit authentischer Patina, fotografiert aus erhöhter Perspektive in einer modernen Halle.
Originaler 1968 Dodge D100 Halbtonner mit sichtbarer Patina in einer Halle, seitliche Draufsicht. Foto: Anbieter, siehe unten)

Wer hinter dem großen, linksseitig positionierten Lenkrad Platz nimmt, erlebt eine andere Sorte Mobilität: keine hochgezüchtete Präzision, sondern souveräne Gelassenheit. Die Lenkung, das Bremsverhalten und die Federung erzählen von einer Zeit, in der Robustheit Vorrang hatte — und genau darin liegt die Faszination. Die Kombination aus kräftigem V8‑Drehmoment und leichter, klar formulierter Mechanik macht Landstraßen zu einer Bühne; das Auto verlangt Aufmerksamkeit, gibt aber jede Menge unmittelbare Rückmeldung. Für Liebhaber historischer Fahrzeuge ist bereits das beruhigende Brummen des Vergasers ein Erlebnis, das Erinnerungen an lange Fahrten, Werkstattgerüche und mechanisches Können weckt.

Zustand: Originalität trifft Patina

Heckansicht eines weißen Dodge D100 Pickups von 1968 mit sichtbarer Patina in einer Halle.
Der originale Dodge D100 von 1968 mit typischer Patina, bereit für den Alltag und Sammlerherzen. (Foto: Anbieter, siehe unten)
Innenansicht einer weißen Fahrzeugtür mit blauer Türverkleidung und mechanischem Fensterheber, vermutlich aus einem Dodge D100 Baujahr 1968
Detailaufnahme der blauen Türverkleidung im Innenraum des 1968 Dodge D100 Pickups (Foto: Anbieter, siehe unten)
Geöffnete Fahrertür eines Dodge D100 von 1968, Blick auf das originale Armaturenbrett und den neu bezogenen Ledersitz.
Originaler Innenraum eines Dodge D100 Baujahr 1968 mit blauen Sitzen und deutlicher Patina. (Foto: Anbieter, siehe unten)
Innenraum eines 1968 Dodge D100 mit Armaturenbrett, großem Lenkrad und blauer Sitzbank.
Das originale Armaturenbrett und Lenkrad des 1968 Dodge D100 mit neu bezogenen blauen Ledersitzen. (Foto: Anbieter, siehe unten)

Abgesehen von neu bezogenen Sitzen — die nun in Leder ausgeführt sind — präsentiert sich der Innenraum in weitgehend originalem Zustand. Das Armaturenbrett wirkt intakt, ein zeitgenössisches Radiogerät ergänzt das Ambiente. Karosserieseitig wird betont, dass keine tragenden Korrosionsschäden vorliegen; die Patina der Lackoberfläche wird als bereicherndes Stilmittel verstanden, nicht als Makel. Ein vollwertiges Reserverad an Bord und die sachkundige Dokumentation unterstreichen den Eindruck eines gepflegten, alltagsfähigen Klassikers. Gerade die Mischung aus Patina und Vollständigkeit macht dieses Exemplar für Sammler reizvoll: Es gibt Raum für leichte Restaurationsarbeiten oder für das bewusst erhaltene „Preserve & Drive“-Konzept.

Technik und Alltagstauglichkeit

Die Technik entspricht einem klaren, nachvollziehbaren Aufbau: Karosserie, Fahrwerk und Motor sind der ursprünglichen Konfiguration treu geblieben, inklusive linkslenkiger Ausführung und einem mechanisch übersichtlichen Vierganggetriebe. Darüber hinaus wurden 1968 V8‑Modelle zunehmend mit Servolenkung ausgeliefert; in der Praxis bedeutet das mehr Komfort bei Rangiermanövern. Optional verfügbare Scheibenbremsen an der Vorderachse und Klimaanlagen waren damals neuere Angebote — sie markieren den Übergang zu einem höheren Komfortniveau. Für den Alltag relevanter: Die gültige technische Untersuchung und die steuerliche Einstufung in den Niederlanden ermöglichen eine unkomplizierte Nutzung, ohne die Ironie moderner Zulassungsfallen.

Ein Blick auf die Identität des Fahrzeugs

Die VIN und die Zuordnung zu einem klar definierten Modelljahr verleihen dem Wagen Identität. Als D100 steht dieses Fahrzeug für die halbtönnige Klasse, die viele Käufer suchten: genug Nutzlast, aber ohne die nötigen Kompromisse eines schweren Lastwagens. Die Kombination aus Originalmotor, mechanischem Getriebe und charakteristischer Karosserelinie macht das Auto zu einem repräsentativen Zeugnis der US‑Pickups jener Dekade — eine Art, wie Mobilität damals gedacht wurde: robust, mechanisch greifbar und emotional aufgeladen.

Traum am Auktionssamstag

Dass dieses Fahrzeug in einer Auktion angeboten wird, verstärkt die Romantik: Es ist vorstellbar, wie Sammlerherzen höher schlagen, wenn der Hammer fällt. Es wäre ein Traum, ein solches Fahrzeug in die eigene Garage zu stellen — nicht als poliertes Musealstück, sondern als lebendiges Beispiel automobilen Kulturguts, das gefahren und erlebt werden darf. Die 318er‑V8‑Musik, die authentische Instrumententafel und die gelebte Patina laden zum Träumen ein und erinnern daran, warum Autos neben einfachem Transportmittel auch Träger von Geschichten sind.

Fazit

Die 1968 Dodge D100 ist kein poliertes Showobjekt, sondern ein ehrlicher Vertreter ihrer Zeit: ein originaler 5,2‑Liter V8, ein handschaltgetriebenes Fahrgefühl, eine gelebte Patina und eine lückenlose technische Basis. Mit rund 156.010 km Laufleistung erzählt sie von praktischer Nutzung und robustem Verhalten. Für Liebhaber der amerikanischen Pickup‑Kultur verkörpert dieses Fahrzeug genau jene Mischung aus Technik, Sound und Historie, die Mobilitätsbegeisterung weckt — und bei einer Auktion kann der Traum, ein Stück Automobilgeschichte zu besitzen, plötzlich Wirklichkeit werden.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges