
Mit dem ID. Buggy bringt Volkswagen ein Stück kalifornisches Strandgefühl in die elektrische Neuzeit. Das Showcar, das 2019 sein Debüt auf dem Genfer Autosalon feierte und später auf kalifornischen Straßen sowie beim Pebble Beach Concours d’Elegance zu sehen war, greift die Formensprache klassischer Dune Buggys der 1960er-Jahre auf – konsequent offen, ohne Dach und ohne Türen. Wer Fahrzeuge liebt, bei denen Fahrerlebnis wichtiger ist als Komfort-Gadgets, findet hier eine moderne Interpretation des puristischen Freizeitmobils.
Technische Basis ist der modulare E-Antriebsbaukasten MEB von Volkswagen. Der Elektroantrieb sitzt an der Hinterachse, die flache Hochvoltbatterie ist im Fahrzeugboden integriert. Diese Architektur sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und ein großzügiges Platzangebot im Innenraum, trotz verkürztem Radstand. Gerade Enthusiasten, die kompakte Spaßmobile mögen, profitieren von diesem Mix aus handlichen Abmessungen und luftiger Kabine.
MEB-Plattform als Spielfeld für Individualisten

Besonders spannend für Szenegänger und kleine Manufakturen ist der modulare Aufbau. Die aus Kunststoffverbund gefertigte Karosserie kann vom MEB-Fahrgestell getrennt werden. Damit erinnert das Konzept an klassische Bausatzfahrzeuge wie den Meyers Manx und zeigt, welches Potenzial der Elektro-Baukasten für Drittanbieter und Start-ups bietet. Aus einem soliden, seriennahen E-Fahrwerk lassen sich so sehr unterschiedliche Fahrzeugkonzepte entwickeln – vom Strandbuggy bis zum Offroad-Toy.
Optisch bleibt der ID. Buggy seiner Bestimmung treu: robuste BFGoodrich All-Terrain T/A-Reifen auf 18-Zoll-Rädern, ein mit Aluminiumplatten geschützter Unterboden und rote Stahl-Schleppösen vorn und hinten signalisieren Einsatzbereitschaft abseits befestigter Straßen. Eine verstärkte Windschutzscheibenrahmenkonstruktion sowie ein markanter Targa-Bügel dienen als Überrollschutz und passen zur offenen Architektur des Fahrzeugs.
Innenraum: Minimalismus trifft Outdoor-Tauglichkeit

Im Inneren setzt der ID. Buggy auf ein reduziertes, wasserfestes Interieur. Bedienelemente sind auf das Wesentliche beschränkt, die Anzeige erfolgt über ein kompaktes Digitalinstrument. Der sechseckige Lenkradkranz ist mit wasserabweisendem Nappa-Leder bezogen und integriert Touch-Bedienflächen, die den Verzicht auf klassische Schalter unterstützen. Für Strand- und Outdoor-Fans bedeutet das: leicht zu reinigende Oberflächen, keine Angst vor nasser Badebekleidung oder Sand im Fußraum.
Antriebsseitig liefert der im Heck integrierte Elektromotor 150 kW (204 PS) und ein Drehmoment von 310 Nm. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 7,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 160 km/h elektronisch begrenzt – mehr braucht ein offener Buggy auf Strandwegen und Küstenstraßen kaum. Die im Fahrzeugboden verbaute Batterie mit 62 kWh ermöglicht eine WLTP-Reichweite von rund 250 km, ausreichend für ausgedehnte Tagesausflüge entlang der Küste oder ins Hinterland.
Bilder: Volkswagen



