Volkswagen räumt im Namensdschungel der Elektromobilität auf und setzt künftig stärker auf bekannte Bezeichnungen. Herzstück der neuen Strategie ist der Schritt, bewährte Bestseller-Namen auf die vollelektrische ID-Familie zu übertragen. Für viele Fans der Marke ist das mehr als nur Kosmetik: Wer seit Jahrzehnten mit Golf, Polo und Co. groß geworden ist, findet sich mit vertrauten Typbezeichnungen deutlich schneller zurecht als mit rein abstrakten Kürzeln.

Ein zentrales Element dieser Neuordnung ist der ID. 2all, ein seriennahe Studie im Kleinwagensegment. Dieses Konzeptfahrzeug soll in der späteren Serienproduktion den Namen ID. Polo tragen. Damit signalisiert Volkswagen klar, wo das Modell im Portfolio stehen soll: als elektrischer Vertreter in der bekannten Polo-Klasse – kompakt, alltagstauglich und auf ein breites Publikum zugeschnitten. Die Nähe zur Serie zeigt, dass es hier nicht um eine ferne Vision geht, sondern um ein konkret geplantes Fahrzeug für die Straßen von morgen.
ID. Polo als Wegweiser für künftige Elektro-Modelle
Der künftige ID. Polo wird das erste Modell, das den neuen Ansatz vollständig umsetzt. Er verbindet die Technik der ID-Reihe mit einem Namen, der in Europa seit Jahrzehnten für erschwingliche Kleinwagen mit hohem Nutzwert steht. Für Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das: Wer einen Polo kennt und schätzt, kann sich beim ID. Polo auf ein ähnliches Einsatzprofil einstellen – nur eben mit elektrischem Antrieb und den typischen Charakteristika moderner Stromer wie lokal emissionsfreiem Fahren und leisem Antrieb.
Gerade diese Übertragung eines etablierten Namens auf ein E-Auto ist der spannendste Aspekt der neuen Strategie. Sie schafft eine Brücke zwischen der klassischen Verbrenner-Historie und der elektrischen Zukunft. So entsteht eine klare Orientierung für alle, die zwischen Verbrenner und Elektro schwanken, aber ihr bevorzugtes Fahrzeugsegment oder ihre gewohnte Modellreihe nicht aufgeben möchten.
Parallel-Angebot und Ausblick auf weitere ID-Modelle

Wichtig ist: Die elektrischen ID-Modelle mit neuen, vertrauten Bezeichnungen werden nicht an die Stelle der bisherigen Verbrenner treten, sondern sie zunächst ergänzen. Volkswagen plant, die ID-Familie und Modelle mit konventionellen Antrieben parallel anzubieten. Fahrzeuge mit klassischem Antrieb behalten ihre bisherigen Modellnamen. Damit bleibt die bisherige Welt für alle erhalten, die sich mit dem Umstieg noch Zeit lassen wollen, während die elektrische Palette Schritt für Schritt wächst.
Mit jeder neuen Modellgeneration sollen weitere etablierte Namen in die Elektro-Palette überführt werden. Ziel ist es, die elektrische und die verbrennerbasierte Modellwelt unter einem einheitlichen Namensdach zusammenzuführen und so die Navigation durch das Angebot zu erleichtern. Die neue Namensstrategie von Volkswagen, mit dem ID. Polo als erstem greifbaren Ergebnis, richtet sich damit klar an Menschen, die Fahrzeuge lieben, aber im Alltag eine verständliche, übersichtliche Modellstruktur schätzen. Angaben zum Preis des künftigen ID. Polo liegen derzeit noch nicht vor.
Bilder: Hersteller



