Volkswagen ID. VIZZION als Oberklasse-Elektro-Limousine mit offenem Panoramadach und allen Türen geöffnet, Vogelperspektive.
Das Elektro-Flaggschiff Volkswagen ID. VIZZION präsentiert sich mit vier geöffneten Türen und großzügigem Panoramadach. (Foto: Hersteller)

Volkswagen ID. VIZZION: Elektro‑Salon mit Chauffeur-Charakter

Mit der Studie ID. VIZZION zeigt Volkswagen, wie eine elektrische Oberklasse-Limousine im kommenden Jahrzehnt aussehen könnte. Der viertürige Stromer ist als Flaggschiff der ID. Familie positioniert und kombiniert lokal emissionsfreien Antrieb mit einem hohen Maß an Komfort, Sicherheit und digitaler Intelligenz. Für Enthusiasten, die große Limousinen schätzen, aber gleichzeitig den Schritt in die elektrische und autonome Zukunft machen wollen, wirkt der ID. VIZZION wie ein Blick in die nächste Ära des Reisens.

Elektro-Flaggschiff der ID. Familie für lange Strecken

Basis des ID. VIZZION ist Volkswagens neue, rein elektrische Architektur. Sie erlaubt großzügige Proportionen und verschiebt die bekannten Grenzen im Innenraum: Trotz rund 5 Metern Außenlänge bietet die Studie eine Lounge-ähnliche Umgebung mit mehr Platz als in vielen heutigen Oberklasse-Fahrzeugen. Der Verzicht auf konventionelle Antriebskomponenten im Vorderwagen schafft Luft für Beinfreiheit und ein aufgeräumtes, ruhiges Ambiente – ein Pluspunkt für Vielfahrer und Langstreckenpendler.

Technisch zielt der ID. VIZZION auf die Langstrecke ab. Zwei Elektromotoren treiben alle vier Räder mit einer Systemleistung von 225 kW an. In Verbindung mit dem im Fahrzeugboden integrierten Hochvoltspeicher sind Reichweiten von bis zu 665 km (EU; NEFZ) möglich. Für die Praxis bedeutet das: Wer heute mit einem großen Diesel unterwegs ist, findet hier eine elektrische Alternative, die bei den Etappenlängen in eine ähnliche Liga vorstößt – nur eben leise und ohne lokale Emissionen.

Faszinierendes Detail: Mixed-Reality statt Schalterflut

Besonders spannend ist der Blick auf die Bedienphilosophie. Die seriennahe Version des ID. VIZZION startet 2022 noch mit konventionellen Bedienelementen, die Entwicklung zielt jedoch klar weiter: Um 2030 sollen Funktionen über Augmented Reality gesteuert werden. Virtuelle Bedienelemente werden dann in den Innenraum projiziert und über Mixed-Reality-Brillen wie eine HoloLens sichtbar. Gesten und Sprache ersetzen klassische Tasten und Drehregler. Für Technikfans eröffnet das neue Interaktionsmöglichkeiten im Auto, für Puristen reduziert es optische Reizüberflutung und schafft eine aufgeräumte Umgebung.

Hinzu kommt ein lernfähiger, virtueller Assistent. Er beobachtet Vorlieben, passt Klimatisierung, Sitzposition oder Medienangebote an und lässt den Wagen zu einem vernetzten Gerät auf Rädern werden, das seine Passagiere quasi chauffiert. Automatisiertes Fahren auf Level 5 ist ab 2025 vorstellbar, bei dem kein menschlicher Fahrer mehr nötig ist und sich Insassen auf Arbeit, Kommunikation oder Entspannung konzentrieren können. Preisangaben zum ID. VIZZION liegen derzeit noch nicht vor.

Bilder: Hersteller