Schwarzer DS N°4 fährt dynamisch auf einer Landstraße durch bewaldete Landschaft.
Der neue DS N°4 präsentiert sich mit markantem Design und Premium-Anspruch auf kurviger Landstraße. (Foto: Hersteller)

DS N°4: Edel-Kompakter zwischen Hightech und Handwerk

 

Mit dem DS N°4 schiebt sich ein neues Modell in das dichte Feld der kompakten Schrägheck-Limousinen – allerdings mit einem Ansatz, der in dieser Klasse ungewöhnlich konsequent auf Design und handwerklichen Anspruch setzt. 4,40 Meter Länge, 1,87 Meter Breite und 1,49 Meter Höhe markieren ihn klar als Kompaktklasse, die Proportionen wirken jedoch eher wie ein gestreckter Gran-Turismo. Dazu tragen die großen Räder mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser bei, deren 720-Millimeter-Gesamtdurchmesser die Karosserie optisch nach oben strecken und den Auftritt schärfen.

Die Silhouette bleibt trotz der kraftvollen Räder schlank. Ein schwarz abgesetztes Dach betont die gestreckte Linie, unterhalb der Fenster verläuft eine Chromspange, die den Schwung der Karosserie aufnimmt. Vorn prägt ein neuer, stark horizontal gezeichneter Kühlergrill in Schwarz den Look, flankiert von einer Lichtsignatur, die an ein Concept Car erinnert. Im Zentrum sitzt ein beleuchtetes DS-Logo, dessen Lichtband sich optisch bis in die Stoßfängerenden zieht – ein Detail, das den N°4 in der Flut an Kompaktmodellen im Rückspiegel sofort erkennbar macht.

Am Heck setzt DS den stilistischen Faden fort: Schlanke LED-Rückleuchten mit einer “Dark Chrome”-Blende tragen lasergravierte, reliefartige Schuppenstrukturen. Der Markenname ist als Schriftzug auf der Heckklappe ausgeschrieben und unterstreicht den Premium-Anspruch. Optisch positioniert sich der DS N°4 damit deutlich abseits der nüchternen Zweckorientierung vieler Wettbewerber.

Innenraum mit Manufaktur-Details und Raumgefühl

Im Innenraum wird dieser Anspruch fortgeführt – und ist gleichzeitig das, was viele Freunde gehobener Kompaktklasse am ehesten schätzen dürften. DS kombiniert technische Moderne mit klassischen Handwerkszitaten: Clous-de-Paris-Prägungen, Criollo-Braun genähte Nappaledersitze im Armband-Design, Holzapplikationen in Brown Ash und die markentypische “Perlensteppung” ergeben eine Atmosphäre, die eher an eine Boutique als an ein Großserienprodukt erinnert.

Wichtig in der Praxis: Trotz der betonten Formensprache bleibt der DS N°4 ein durchaus alltagstauglicher Kompakter. Die Basis dafür sind ein Radstand von 2,67 Metern und die stattliche Breite von 1,87 Metern (ohne Spiegel), die für spürbar Ellenbogenfreiheit sorgen. Vorne wie hinten steht ausreichend Bein- und Kopffreiheit zur Verfügung, die Kabine wirkt akustisch gut gedämmt und vermittelt das ruhige, exklusive Ambiente, das DS als “Art of Travel” beschreibt.

Auch beim Stauraum leistet sich der N°4 keine Kapriolen: Der Kofferraum fasst in der Hybridversion 430 Liter, beim Plug-in-Hybrid sind es 360 Liter, der vollelektrische E-TENSE bringt es auf 390 Liter. Eine elektrische Heckklappe mit berührungsloser Öffnung erleichtert den Alltag, besonders im städtischen Umfeld oder beim Beladen mit Einkäufen und Gepäck. Damit verbindet der DS N°4 den Anspruch eines Designobjekts mit der Nutzbarkeit, die Käufer in dieser Klasse erwarten.

Antriebsvielfalt: Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektro

Technisch verfolgt DS einen ungewöhnlich breiten Ansatz: Der N°4 ist im Segment der kompakten Premium-Hatchbacks das einzige Modell, das als selbstladender Hybrid, als Plug-in-Hybrid und als reines Elektroauto angeboten wird. Damit zielt er auf Fahrer, die beim Antrieb eine bewusste Wahl treffen wollen – vom Verbrennerunterstützten Pendler bis zum Langstreckenfahrer mit Lademöglichkeit und dem konsequenten E-Mobilisten.

Die 100 Prozent elektrische Variante E-TENSE leistet 213 PS und stellt 343 Newtonmeter Drehmoment bereit. Die netto 58,3 Kilowattstunden große Batterie ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 450 Kilometern bei einem kombinierten Verbrauch von 15,0 bis 15,1 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Für ein Kompaktmodell mit Premiumanspruch ist das ein durchaus konkurrenzfähiger Wert. Das Fahrwerk der Elektroversion liegt 10 Millimeter tiefer als bei den anderen Varianten, was der Straßenlage und der Optik zugutekommt.

Der Plug-in-Hybrid mit 225 PS kombiniert einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 180 PS und einen 125 PS starken Elektromotor. Zusammen ergeben sich 225 PS Systemleistung und 360 Newtonmeter Drehmoment. Die 14,6-Kilowattstunden-Batterie erlaubt im WLTP-Zyklus eine rein elektrische Reichweite von bis zu 81 Kilometern – rund 30 Prozent mehr als beim Vorgänger. Damit lassen sich in vielen Alltags-Szenarien die täglichen Fahrten lokal emissionsfrei abdecken, während auf der Langstrecke die Kombination aus Verbrenner und E-Motor für Reichweite und Souveränität sorgt.

Der selbstladende Hybrid für den Alltag

Die dritte Option ist der selbstladende Hybrid mit 145 PS Systemleistung. Hier arbeitet ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit einem 21-Kilowatt-Elektromotor zusammen, der in ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe integriert ist. Das System stellt 230 Newtonmeter zur Verfügung und zielt weniger auf maximale Performance als auf Effizienz im realen Betrieb. Bis zu 50 Prozent der innerstädtischen Fahrzeit können – abhängig von Fahrstil und Bedingungen – rein elektrisch absolviert werden, ohne dass eine externe Lademöglichkeit nötig wäre.

Der CO₂-Ausstoß beginnt bei 117 Gramm pro Kilometer (WLTP), womit sich diese Variante vor allem für Vielfahrer eignet, die keinen konsequenten Plug-in-Betrieb gewährleisten können oder wollen, aber dennoch von elektrifizierter Technik profitieren möchten. Rekuperation beim Verzögern sorgt für Energierückgewinnung, die das System automatisch nutzt. Alle Antriebsvarianten sind zudem auf eine Balance aus Komfort und Effizienz abgestimmt, Fahrwerks- und Lenkabstimmung zielen klar auf eine gelassene, präzise Reisecharakteristik statt auf reine Sportlichkeit.

Besonders in der E-TENSE-Version fällt die Verbindung aus spontanem E-Drehmoment und präzisem Handling auf. Im Stadtverkehr profitiert der Fahrer von der Agilität des E-Antriebs, auf der Landstraße und Autobahn spielt die tiefergelegte Karosserie ihre Vorteile in Sachen Stabilität aus. Der Anspruch, Reisen als entspannte Fortbewegung mit technischer Raffinesse zu verbinden, zeigt sich hier am deutlichsten.

Faszinierendes Detail: Rekuperation mit drei Stufen

Unter den zahlreichen technischen Merkmalen ragt ein Aspekt des E-TENSE besonders heraus, weil er unmittelbar den Charakter des Fahrens verändert: die dreistufige Rekuperation. Sobald der Fahrer das Fahrpedal löst, verzögert der DS N°4 rein elektrisch – und das lässt sich über Schaltwippen am Lenkrad in drei Intensitäten steuern. Im niedrigsten Modus liegt die Verzögerung bei -0,6 Meter pro Quadratsekunde, ideal für fließenden Autobahnverkehr und ein Fahrgefühl, das noch nah an konventionelle Verbrenner erinnert.

Die mittlere Stufe mit -1,3 Meter pro Quadratsekunde eignet sich für den gemischten Alltag, in dem viel ausgerollt, aber auch häufig abgebremst wird – etwa auf Landstraßen oder in Tempo-50-Zonen mit gelegentlichen Haltelinien. Die höchste Stufe mit -2,0 Meter pro Quadratsekunde kommt dem Ein-Pedal-Fahren recht nahe: Im dichten Stadtverkehr können viele Bremsvorgänge allein durch Lupfen des Fahrpedals abgewickelt werden, das Bremspedal wandert zunehmend in den Hintergrund.

Für Fahrer, die von klassischen Automatik-Verbrennern kommen, eröffnet dieses System einen neuen Zugang zur Fahrdynamik: Die Art und Weise, wie rekuperiert wird, kann dem persönlichen Stil angepasst werden – von segelnd-effizient bis hin zu betont verzögerungsstark. Gleichzeitig schont das verringerte Bremsen mechanische Komponenten und verbessert die Effizienz, da ein größerer Teil der Bewegungsenergie wieder im Akku landet. In der Praxis trägt diese fein dosierbare Rekuperation damit nicht nur zur Reichweite, sondern auch zum subjektiven Fahrspaß bei.

Vernetzung, Komfort und neue Dienste

Beim Thema Konnektivität zieht der DS N°4 seine Linie konsequent durch. Der serienmäßige Connect-One-Pack stellt über zehn Jahre hinweg Funktionen wie Fernabfrage von Ladezustand und Reichweite, Vorklimatisierung des Innenraums sowie die Verwaltung des Ladevorgangs per App bereit. Dazu kommen ein digitales Serviceheft, Coaching-Funktionen für effizientes Fahren und drahtlose Software-Updates für diverse Fahrzeugfunktionen.

Der Connect-Plus-Pack, je nach Ausstattung für drei Jahre enthalten, ergänzt dies um integrierte Navigation mit Sprachsteuerung, Fernverriegelung und -entriegelung sowie eine vernetzte Alarmfunktion. Speziell für die E-TENSE-Version kommen Dienste wie ein ins Fahrzeug ins Fahrzeug integrierter EV-Routenplaner hinzu, der Ladehalte intelligent einplant und einen gewünschten Restladestand am Ziel berücksichtigt. Eine zusätzliche App berechnet Reisezeiten inklusive Verkehrslage und Ladepausen, Batterievorkonditionierung hilft vor allem im Winter bei optimierten Ladezeiten.

Ein weiterer Baustein ist die Sprachbedienung über das DS-IRIS-System. Über den Aufruf “OK IRIS” lassen sich Informationen zu Nachrichten, Kultur, Sport oder Veranstaltungen in natürlicher Sprache abfragen. Zusammen mit den Assistenten für Fahr- und Parkmanöver entsteht ein Fahrzeug, das sich stärker als bisher als digitaler Begleiter im Alltag versteht – ohne den gestalterischen Fokus auf klassische Materialien zu verlieren.

Ausstattungen, Garantie und Preise

Beim Aufbau der Modellpalette setzt DS auf Übersicht und klar unterscheidbare Charaktere. Die Basis bildet die Linie PALLAS mit Stoff- und Canvas-Innenausstattung in Diamond-Tungsten-Struktur, DS-Canvas-Sitzen in Schwarz und Bronze-Holzeinlagen im Armaturenbrett. Serienmäßig sind unter anderem ein 10,25-Zoll-HD-Kombiinstrument, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer, Voll-LED-Heckleuchten, Front- und Heckparksensoren mit Rückfahrkamera, ein beheizbares Windschutzschild, drahtloses Mirror Screen via WLAN und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen an Bord.

Die ÉTOILE-Ausstattung ergänzt dieses Paket um Alcantara-Innenraum, das DS-IRIS-System mit vernetzter Navigation und integriertem Sprachassistenten, DS-Matrix-LED-Scheinwerfer, erweiterte Assistenzsysteme inklusive Spurwechsel- und Querverkehrswarner, elektrisch einstellbare Vordersitze, getönte Verbundglas-Scheiben im Fond, Aluminium-Einstiegsleisten sowie kabelloses Smartphone-Laden. Die Variante ÉTOILE Nappa Leather setzt dem noch eins drauf: Vollleder in Criollo-Braun mit Armband-Polsterung, erweitertes Head-up-Display, beheizte Vordersitze und beheiztes Lenkrad.

Für Dienstwagenkunden ist eine PALLAS Business Line vorgesehen, die unter anderem DS-IRIS, schlüssellosen Zugang und Start, akustisch laminierte Seitenscheiben vorn und hinten sowie 19-Zoll-“Minneapolis”-Felgen bündelt. Eine Besonderheit stellt die JULES-VERNE-Collection dar, exklusiv auf PALLAS-Basis: Sie bringt eine spezielle Alcantara-Innenfarbe in Blau und Perlmutt, eigene Embleme einschließlich Einstiegsleisten mit Jules-Verne-Signatur sowie eine Orientierungs­scheibe und schwarze 19-Zoll-Räder mit goldener Nabenkappe.

Abgesichert wird der DS N°4 durch das DS-Serenity-Programm: Ab 1. Juni 2025 gilt für alle neuen DS-Modelle eine Premium-Garantie von bis zu acht Jahren oder 160.000 Kilometern, die auch das Infotainmentsystem umfasst. Dazu kommen ein Ersatzfahrzeug aus der DS-Flotte, 24/7-Pannenhilfe in 47 Ländern sowie ein spezielles Hilfsangebot für Elektrofahrzeuge im gleichen Zeitraum.

Die Preise in Frankreich (E‑TENSE) beginnen für den DS N°4 E‑TENSE PALLAS bei 46.990 Euro; weitere E‑TENSE-Varianten liegen je nach Ausstattung bei 47.940 Euro (PALLAS Business Line), 49.190 Euro (PALLAS JULES VERNE) und 51.290 Euro (PALLAS ÉTOILE Alcantara). Mit Business-Line-, ÉTOILE- und JULES-VERNE-Varianten sowie den Nappa-Leder-Ausstattungen reicht die Preisspanne im Kompaktsegment damit weit nach oben – spiegelt aber den Anspruch wider, einen der edelsten und technisch vielseitigsten Vertreter dieser Klasse auf die Straße zu stellen.

Bilder: Hersteller