Das Citroën ELO Concept Elektroauto in markantem Rot, aufgenommen vor orangem Hintergrund, mit futuristischem Design und großen Glasflächen.
Das Citroën ELO Concept präsentiert sich als innovatives, vollelektrisches Fahrzeug und multifunktionaler Lebensraum. (Foto: Hersteller)

Citroën ELO: Elektro-Lounge für Rest, Play, Work

Mit dem ELO Concept wagt Citroën einen radikalen Blick in die Zukunft der Elektromobilität. Statt nur die nächste SUV-Studie mit mehr Reichweite und größerem Bildschirm zu präsentieren, übersetzt die Marke die Lebensbereiche „Ruhe, Freizeit, Arbeit“ in ein einziges Fahrzeugkonzept. Der nur 4,10 Meter lange, rein elektrische ELO will nicht einfach ein Auto sein, sondern ein flexibler Lebensraum auf Rädern – vom Stadtverkehr bis zum spontanen Campingtrip.

Gegenschwingende Türen und neue Ideen fürs Einsteigen

Offene Schmetterlingstüren und moderner Innenraum des Citroën ELO Concept auf farbigem Hintergrund.
Das Citroën ELO Concept mit gegenüber öffnenden Türen und futuristischem Innenraum. (Foto: Hersteller)

Schon der Einstieg zeigt, dass hier nichts beim Alten bleiben soll. Die gegenüber öffnenden Türen kommen ohne B‑Säule aus und öffnen den Innenraum wie eine kleine Bühne. Diese große, zusammenhängende Öffnung macht den Zugang extrem leicht – egal ob für Kinder, ältere Menschen oder Gepäck. In einer Welt, in der die meisten Kompaktfahrzeuge mit engen Türöffnungen kämpfen, wirkt dieser Ansatz wie eine Einladung, sich in aller Ruhe zu setzen, umzubauen oder umzudrehen.

Zwei zu öffnende Glasflächen im Dach – vorne und hinten – holen zusätzlich Luft und Licht in den Wagen. Zusammen mit der 180‑Grad‑Sicht sorgt das für ein Raumgefühl, das man einem Auto dieser Länge normalerweise nicht zutraut. In vielen heutigen E‑Autos dominieren massive Armaturenbretter und breite A‑Säulen das Blickfeld. Im ELO dagegen rückt Transparenz an die erste Stelle.

Kompakte Außenmaße, bis zu sechs Sitze im Innenraum

Seitenansicht des Citroën ELO Concept in Orange auf farbigem Hintergrund, zeigt Design und moderne Formen.
Das Citroën ELO Concept präsentiert sich als kompakter, multifunktionaler Elektro-Van mit innovativer Tür- und Raumlösung. (Foto: Hersteller)

Besonders spannend ist die effiziente Raumnutzung. Auf nur 4,10 Metern Länge sollen sich bis zu sechs komfortable Sitzplätze unterbringen lassen. Möglich macht das die 100‑prozentige Elektro‑Architektur, die den Antrieb platzsparend unterbringt und die Kabine maximal ausdehnt. Statt sich in immer größere Karosserien zu flüchten, sucht Citroën nach intelligenten Verpackungslösungen – ein Gedanke, der an ikonische Raumwunder der Markengeschichte erinnert, nur eben elektrisch und modern interpretiert.

Das transparente und quasi schwebend wirkende Instrumentenpanel greift dieses Konzept auf. Es verzichtet auf optische Schwere und öffnet den Blick nach vorn. Kapazität und Licht für alle, dazu leichte Zugänglichkeit und durchdachter Stauraum: Hier geht es um praktische Nutzung im Alltag. Nachhaltige Materialien und der leise Elektroantrieb runden das Bild einer verantwortungsvollen Mobilität ab, die Komfort als Grundprinzip versteht.

Vom Auto zum Wohnzimmer: ELO als rollender Rückzugsort

Das Bild zeigt das Heck des Citroën ELO Concept mit moderner Rückleuchte und variablem Gepäckabteil.
Detail des Gepäckabteils und der Rückleuchte des Citroën ELO Concept (Foto: Hersteller)

Besonders faszinierend ist die Verwandlungsfähigkeit des Innenraums. ELO kann sich in eine Art mobile Lounge verwandeln – ein Rückzugsort, wenn der Alltag zu laut ist. Im Gepäckabteil warten zwei aufblasbare Matratzen, die in wenigen Sekunden einsatzbereit sein sollen. Sitze lassen sich anpassen, der Innenraum wird zur gemütlichen Liegefläche. Dazu kommen ein integrierter Videoprojektor und eine clever eingepasste Projektionsfläche, sodass der Filmabend am Seeufer mit Bordmitteln möglich wird.

Abgerundet wird dieses Szenario durch eine abgestimmte, entspannende Ambientebeleuchtung. Statt Neon-Showeffekt geht es um Atmosphäre: ein ruhiger Lichtteppich, der den Innenraum in ein mobiles Wohnzimmer verwandelt. Die elektrische Stille des Antriebs passt ideal dazu – kein Motorbrummen, nur das leise Surren beim An- und Wegfahren. In einer Zeit, in der viele Fahrzeuge immer aggressiver wirken, setzt ELO auf Gelassenheit als Kernelement.

Outdoor-Basislager für Sport, Freizeit und spontane Trips

Innenraumansicht des Citroën ELO Concept, modernes Lenkrad, große Fensterfront und Weitblick auf eine malerische Landschaft.
Das futuristische Cockpit des Citroën ELO Concept mit Panoramablick auf eine Landschaft bei Sonnenuntergang. (Foto: Hersteller)

Wer weniger Ruhe und mehr Aktivität sucht, findet im ELO ebenfalls einen Verbündeten. Herausnehmbare Sitze, Druckluft an Bord und V2L‑Stromanschlüsse machen das Konzept zum kleinen Outdoor-Basislager. Ob Stand-up-Paddleboard, Fahrrad oder das schnelle Picknick im Grünen: Das Fahrzeug ist darauf ausgelegt, Ausrüstung zu verstauen und direkt mit Energie zu versorgen. Die Vehicle-to-Load-Funktion erlaubt es, externe Geräte mit Strom aus der Traktionsbatterie zu speisen – vom Kompressor bis zum kleinen Elektrogrill.

Kinder im leuchtend orangen Innenraum des Citroën ELO Concept mit Ausblick auf Berge und See.
Zwei Kinder genießen den geräumigen und hellen Innenraum des Citroën ELO Concept vor beeindruckender Naturkulisse. (Foto: Hersteller)

Ein schnell aufstellbares Zelt gehört ebenfalls zum Konzept. In Kombination mit den Matratzen und der variablen Bestuhlung entsteht so im Handumdrehen ein kleiner Campingplatz, bei dem das Auto nicht nur Transportmittel, sondern zentraler Baustein des Setups ist. Hier wird sichtbar, wie sich der Anspruch an Mobilität verändert: Weg vom reinen A‑bis‑B‑Denken hin zu einer Plattform, die Freizeitaktivitäten unterstützt.

Eine Frau steigt durch den geöffneten Kofferraum in den orangen Innenraum des Citroën ELO Concept, Outdoor-Ausrüstung und Seeblick im Hintergrund.
Der variable Innenraum des Citroën ELO Concept als Freizeit- und Outdoor-Basislager am See. (Foto: Hersteller)

Mobiles Büro: Wenn das Auto zum Arbeitsplatz wird

Die vielleicht konsequenteste Weiterentwicklung aktueller Trends ist die Transformation zum mobilen Arbeitsraum. Der Fahrersitz kann gedreht werden, eine abnehmbare Tischplatte wird über drehbare Halterungen und ein cleveres Stausystem in Position gebracht. Innerhalb weniger Augenblicke entsteht ein vollwertiger Arbeitsplatz, der die Fläche des Innenraums ausnutzt, anstatt nur den Schoß als Laptop-Ablage zu dulden.

Wichtige Fahr- und Systeminformationen werden auf die Windschutzscheibe projiziert, sodass klare Trennung zwischen Fahren und Arbeiten möglich bleibt. Einmal geparkt, wird ELO zum Büro, das stets vernetzt sein soll und mit smart integrierten Funktionen unterstützt. In Zeiten, in denen Homeoffice, Remote Work und flexible Arbeitsmodelle Alltag sind, wirkt dieser Ansatz zeitgemäß. Pendeln könnte hier bedeuten: erst fahren, dann im geparkten Auto produktiv sein, ohne Zwischenstopp im Café oder Coworking-Space.

Reifen, Materialien, Lifestyle: Kooperationen mit Goodyear und Decathlon

Auffällig ist zudem, wie stark Citroën auf Kooperationen setzt. Goodyear bringt sein Know-how in Form spezieller, vernetzter Reifen ein. Sie sollen nicht nur rollen, sondern Daten liefern und sich optimal auf das Konzept abstimmen. Vernetzte Pneus können Verschleiß, Grip und Effizienz in Echtzeit überwachen und passen ideal zu einem Fahrzeug, das als smarte Plattform gedacht ist.

Decathlon steuert seine Erfahrung im funktionalen Produktdesign und einem vielseitigen Lifestyle bei. Die Idee: ELO soll all jene ansprechen, die ihr Auto als Begleiter für unterschiedliche Aktivitäten nutzen – vom Sport bis zur Erholung. Die Form folgt hier konsequent der Funktion, etwa bei der Integration von Outdoor-Equipment, Stauraum und variablem Innenraum. Statt einer reinen Designstudie entsteht so eine Art mobiles Multitool für Alltag und Freizeit.

ELO im Kontext der Citroën-Philosophie

Der Name ELO steht programmatisch für „Rest, Play, Work“ und bringt damit die wesentlichen Nutzungsszenarien auf den Punkt. Gleichzeitig reiht sich das Konzept in eine Linie ein, die Citroën mit dem Oli (all-ë) bereits 2022 eingeschlagen hat. Wieder geht es um zugängliche, verantwortungsvolle Mobilität, bei der Ressourceneffizienz, einfache Lösungen und mutiges Denken im Vordergrund stehen. ELO greift diese Grundidee auf, übersetzt sie aber stärker in den Bereich der Alltagstauglichkeit – mit einem klaren Fokus auf multifunktionale Nutzung.

Präsentiert wurde das Konzept auf dem Brüsseler Autosalon, wo traditionell eher seriennahe Modelle im Rampenlicht stehen. Umso spannender, dass Citroën hier ein Fahrzeug zeigt, das zwar deutlich als Studie erkennbar ist, aber viele Themen der nahen Zukunft bündelt: variable Innenräume, neue Arbeitsformen, Micro-Camping, Energieversorgung externer Geräte und vernetzte Komponenten bis hin zum Reifen. Die 100‑prozentige Elektro‑Architektur unterstreicht zusätzlich den Anspruch, Fahrspaß und Effizienz miteinander zu verbinden.

Fokus-Schlüsselphrase und Fazit zur Mobilität von morgen

Als Fokus-Schlüsselphrase drängt sich „Citroën ELO Concept“ auf – eine Wortkombination, die das Wesen dieses Fahrzeugs gut erfasst. Denn ELO ist weniger eine bloße Designübung, sondern ein Statement dazu, wie ein kompaktes Elektroauto zum wandelbaren Lebensraum werden kann. Die Verbindung von Ruhezone, Freizeitbasis und Arbeitsplatz in einem Fahrzeug eröffnet Perspektiven für Menschen, die Mobilität nicht nur als Strecke, sondern als Zeit und Raum begreifen.

Ob und in welcher Form Elemente dieses Konzepts in die Serie gelangen, bleibt offen. Doch ELO zeigt, wie weit sich das Verständnis von Automobilität in wenigen Jahren verschoben hat. Ein 4,10‑Meter‑Auto mit bis zu sechs Sitzen, das sich in Wohnzimmer, Büro und Outdoor-Basislager verwandelt, wäre vor nicht allzu langer Zeit kaum denkbar gewesen. Heute wirkt es wie eine logische Antwort auf ein Leben, das immer flexibler, vernetzter und mobiler wird – und in dem das Auto mehr denn je zum persönlichen Raum auf Rädern werden könnte.

Bilder: Hersteller