Die Bolide ist kein Kompromiss, sondern ein Manifest: ein auf reine Leistung und Fahrdynamik reduziertes Hypercar, das die Grenzen dessen verschiebt, was ein straßenuntypisches Fahrzeug leisten kann. Dieses Exemplar trägt die besondere Signatur von Turquoise Carbon mit schwarzen Carbon-Akzenten und einem Interieur in Beluga-Black-Alcantara – ein Look, der auf Purismus und Rennseele setzt. Mit nur 112 Kilometern auf dem Tacho präsentiert sich der Wagen in einer nahezu musealen, aber fahrbereiten Verfassung; Single-Owner-Status unterstreicht die penible Pflege. Die Kombination aus extremer Leistungsentfaltung und radikaler Leichtbau-Philosophie macht die Bolide zu einem Objekt der Faszination für jeden, dem Mobilität nicht nur Transport, sondern Kunstform ist.
Die Technik: W16 als Herzstück

Im Kern sitzt ein 8,0-Liter-W16 mit vier Turboladern – die leistungsstärkste Version aus Bugattis W16-Architektur. Serienseitig auf 1.600 PS begrenzt, entfaltet dieser Motor eine Kraft, die in Verbindung mit einem Trockengewicht von nur 1.450 Kilogramm eine atemberaubende Leistungdichte erzeugt: knapp 0,91 Kilogramm pro PS. Die Sprintleistung ist entsprechend: 0–100 km/h in 2,2 Sekunden, Spitze 380 km/h – Werte, die die Bolide in die Sphäre der reinen Rennmaschinen heben, ohne Straßentauglichkeit zu beanspruchen.
Aerodynamik: Der Turbo für Kurven

Besonders faszinierend ist die Aerodynamik: Eine Karosserie und Aeropakete, die bei ihren stärksten Settings rund 2.900 Kilogramm Abtrieb erzeugen, ermöglichen Kurvengeschwindigkeiten, die sonst nur Rennfahrzeugen vorbehalten sind. Auf der Rennstrecke erlaubt die Kombination aus enormem Abtrieb und push-rod-Fahrwerk ein Handling, das bei bis zu 2,5 g seitlicher Belastung Stabilität und Vertrauen vermittelt – ein Erlebnis, das sich nur schwer in nüchterne technische Spezifikationen fassen lässt.
Leichtbau und Chassis

Die Bolide basiert auf einem kohlefaserverstärkten Monocoque, dessen steife Struktur die Grundlage für exakte Fahrdynamik und geringe Masse bildet. Push-rod-Aufhängung, Renn-Komponenten und eine auf Performance getrimmte Fahrwerksabstimmung unterstreichen den Anspruch: Maximale Effizienz in Aerodynamik und Gewichtsreduktion. Hier verschmelzen Konstruktionstechnik und Motorsport-Know-how zu einem Gefüge, das jeden Meter auf der Strecke spürbar macht.
Innenraum und Design-Details

Der Innenraum lehnt sich an ein Prototypen-Cockpit an: reduziert, konsequent auf den Fahrer ausgerichtet, mit Rennschalen und Alcantara-Trim, bestickt mit dem Bolide-Logo. Kleine Akzente erzählen von Motorsporttradition: Die Kopfstützen tragen eine Stickerei in Gris Rafale, das Dachpad ziert ein Track-Plate mit dem Layout der Circuit de la Sarthe – ein Verweis auf die Rennhistorie. Außendetails wie französische Flaggenmotive an den vorderen Turning Vanes oder ein in italienischem Rot gesetzter Abschlepphaken setzen kontrastierende Farbakzente, die die Formensprache betonen.
Die Historie: Vom Experiment zum Kleinserien-Hypercar

Die Entwicklung der Bolide begann als radikale Studie im Herbst 2020; das Auto war als experimenteller Track-Only-Prototyp konzipiert. Die Entscheidung, die Idee in eine limitierte Produktion zu überführen, fiel im Juni 2021, und eine Serie von nur 40 Exemplaren wurde geplant. Kundenlieferungen waren für 2024 erwartet; die Produktionsvariante unterscheidet sich vom Concept Car, das mit einem Konzeptgewicht von circa 1.240 Kilogramm und theoretischer Spitzengeschwindigkeit von rund 500 km/h vorgestellt wurde. Für die Serienversion wurde die Leistung auf 1.600 PS begrenzt, um Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Ausstattung und Fahrzeugzustand

Dieses Fahrzeug bringt Zubehör mit: zwei Bugatti-Flightcases mit technischem Handbuch, Wagenabdeckung, ein Werkzeugset samt Handschuhen, ein Batterieladegerät sowie ein Ersatz-Radsatz. Die Kombination aus Single-Owner-Herkunft und nur 112 Kilometern Laufleistung verleiht dem Wagen den Charakter eines fahrbereiten Sammlerstücks: praktisch unbenutzt, doch bereit, seine Performance auf der Strecke zu demonstrieren. Technisch ist das Fahrzeug vollständig auf Rennbetrieb ausgelegt – Feuerlöschsystem, Rennsitz- und Gurtsysteme sowie eine strikt fokussierte Innenraumarchitektur sprechen eine klare Sprache.
Rechtliches und besondere Hinweise

Ein formaler Hinweis in der Fahrzeugakte: Das Fahrzeug wurde in die EU unter einem temporären Einfuhrbürgschaftsvertrag gebracht. Diese Regelung verlangt entweder eine Ausfuhr aus dem EU-Gebiet mit entsprechender Dokumentation oder die Entrichtung der fälligen Mehrwertsteuer und Einfuhrabgaben, sollte das Fahrzeug in der EU verbleiben. Es handelt sich hierbei um eine administrative Besonderheit, die mit dem Fahrzeug registriert ist und die Herkunft sowie die Bewegungen über Grenzen hinweg nachvollziehbar macht.
Faszination und ein ausgewähltes Detail

Als besonders faszinierendes Merkmal sticht die Kombination aus extremem Abtrieb und hoher Leistung hervor: Die Bolide ist kein Auto, das Geschwindigkeit nur auf Geraden sucht; sie zähmt Kurven mit der Härte und Eleganz eines Rennpferdes. Diese Verbindung aus Aerodynamik, Leichtbau und einem W16, der mehr als nur Zahlen liefert, macht die Bolide zu einem emotionalen Erlebnis. Sie ist ein technisches Statement, in dem Ingenieurskunst und Motorsportseele aufeinandertreffen. Für Enthusiasten bleibt die Vorstellung, ein solches Fahrzeug zu bewegen, eine der reinsten Formulierungen automobiler Leidenschaft.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges



