Unter den kompakten Kastenwagen-Ausbauten auf Basis des Mercedes Sprinter zeigt der PELE, wohin die Vanlife-Szene geht: weg vom einfachen Camper hin zu einem autarken Reisemobil mit Offroad-Fähigkeiten. Basis ist ein Sprinter 144 High Roof aus 2024, mit kurzem Radstand von rund 3,66 Metern und hohem Dach. So bleibt der Van handlich, bietet aber genug Platz für Technik und einen Ausbau, der sich an Outdoor-Nutzer richtet.
Expeditions-Optik: Dachzelt, Träger, Offroad-Fahrwerk


Außen signalisiert PELE, dass er nicht nur für Campingplätze gemacht ist. Das SCA-Aufstelldach schafft zusätzlichen Schlaf- und Wohnraum. Im Alltag bleibt das Profil stadt- und parkhaustauglich, auf Tour entsteht eine extra Etage – praktisch für Familien oder Gruppen mit Ausrüstung.
Die Silhouette wird durch Aluminess-Trittstufen, Owl Vans B2-Träger, Alpine-Box und einen Heckträger für Leiter und Reserverad geprägt. Diese Elemente bieten Stauraum für nasse oder sperrige Sachen und erleichtern den Dachzugang. Eine 3-Meter-Fiamma-Markise schafft einen geschützten Außenbereich; Halterungen für eine Markise am Aufstelldach sind vorhanden.

Das Fahrwerk ist für Gelände optimiert: Das Agile Offroad Package umfasst Bilstein-Federbeine, Fox-Dämpfer, verstärkte Blattfedern und Anpassungen für größere Räder ohne Reibung. Black Rhino-Felgen mit Toyo Open Country AT III-Reifen balancieren Straße und Schotter. Ein vergrößerter S&B-Tank fasst 45 Gallonen (rund 170 Liter) und ersetzt den Serientank – ideal für längere Etappen.
Licht, Wasser und Strom: Autark unterwegs mit PELE

Für nächtliche Stellplätze ist die Beleuchtung umfangreich: Baja Designs-Leuchten als Rückfahr- und Arbeitslicht, Ditch Lights auf der Haube und Rigid-Scheinwerfer für den Umkreis. Das macht den Van zu einem mobilen Lager für Aktivitäten wie Biken oder Klettern.
Beim Wasser: Ein beheizter Frischwassertank mit 140 Litern und ein Grauwassertank mit 76 Litern ermöglichen autarkes Stehen. Es gibt einen City-Anschluss und einen 15-Liter-Boiler. Eine Außendusche hilft bei der Reinigung nach Outdoor-Tagen.
Der Strom kommt von einer 660-Ah-Lithium-Batteriebank, gespeist durch einen Zweitgenerator und ein 180-Watt-Solarpanel. Ein Victron-Inverter mit 3.000 Watt versorgt 120-Volt-Geräte (US-Standard). Steckdosen und ein Bedienpanel sorgen für Kontrolle. Das Setup erlaubt längere Standzeiten ohne externe Stromquelle.
Wohnraum: Funktion statt Luxus-Show

Der Innenausbau ist robust und outdoor-orientiert. Ein dicker Unterboden mit Lonseal-Belag und gepolsterten Wänden, plus LED-Lichtern, schafft eine praktische Basis. Insektennetze, isolierte Abdeckungen und eine Toilette-Stauraum zeigen Vorbereitung für längere Trips. Sicherheitselemente wie Melder und Löscher sind vorhanden. Ein Audio-System mit Radio, Verstärker und Lautsprechern deckt Unterhaltung ab.
Die Nasszelle ist kompakt: Edelstahlwanne, Duschkopf, Vorhang und Bambusrost für sicheren Stand und einfache Reinigung.
Küche und Schlafbereich: Kompakt, aber durchdacht

Die Küche nutzt den Raum effizient: Bambusfronten, Edelstahlspüle mit Pumpe und Filter für Trinkwasser. Ein Induktionskochfeld und Mikrowelle sind integriert. Der 130-Liter-Schubladenkühlschrank erleichtert den Zugriff. Ein Außentisch erweitert die Fläche unter der Markise.
Schlafen: Eine umbaubare Bank wird zum Bett, mit Polstern für Komfort. Oben im Dach gibt’s einen zweiten Platz mit Fenstern für Lüftung und Ausblick.
Klima, Dämmung und ein spannendes Detail im Fokus

Dämmung in drei Schichten reduziert Lärm und Hitze: Schalldämmung, Hitzeschild und Thinsulate. Das verbessert den Komfort spürbar.
Klima: Maxxair-Lüfter, 12-Volt-Klimaanlage und Dieselheizung mit Höhenkit. Die Klimaanlage läuft über die Batterie; die Heizung nutzt Diesel aus dem Fahrzeugtank und benötigt 12 Volt für Steuerung und Gebläse. Ein Schutz für den Kondensator ist für Gelände nützlich.

Das Energiesystem erlaubt elektrischen Komfort ohne Gas oder ständigen Dieselverbrauch – ein Plus für ruhige, autarke Reisen. Preise variieren, aber PELE liegt im oberen Segment für solche Camper.
Bilder: Hersteller



